23. September 2009

Information und Relevanz

Am 2. Juni dieses Jahres erschien hier im ClimatePartner-Blog der erste Artikel. Seit dem 6. August nutzen wir Twitter. Während wir den Blog mit der erklärten Absicht starteten, ihn zu einem festen Bestandteil unserer Online-Kommunikation zu machen, war Twitter anfänglich nicht mehr als ein Versuch.

Knapp vier Monate seit unserem ersten Blogeintrag und zwei Monate nach unserem Start bei Twitter, möchten wir Ihnen unsere ersten Eindrücke zu beiden Online-Medien vermitteln. Eventuell tragen Sie sich ja auch mit dem Gedanken, Ihre Kunden und Partner künftig über diese Kanäle anzusprechen, so dass Sie womöglich von unseren Erfahrungen profitieren können.

An dieser Stelle danken wir den regelmäßigen und unregelmäßigen Lesern unseres Blogs ebenso herzlich wie unseren “Followern” und Freunden auf Twitter. Es freut uns, dass unsere Botschaften bei Ihnen auf Interesse stoßen. Wir tun alles dafür, dass das so bleibt und ClimatePartner Ihnen auch künftig anregende, ausgewogene und interessante Botschaften rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit bieten kann.

Hier folgen nun unsere ersten Erfahrungen mit Blog und Twitter:

Blog

Auf unserem kostenlosen WordPress-Blog erschienen im Schnitt etwa zwei Beiträge pro Werktag. Binnen kurzer Zeit wurde unser Blog von mehr als 9.000 Lesern aufgesucht. Die tägliche Leserschaft pendelt sich gegenwärtig bei etwas mehr als 150 Besuchern ein. Wir haben keine offizielle “Redaktion” und ermutigen unsere Mitarbeiter dazu, sich als Autoren zu betätigen. Das erklärt vielleicht, warum die Schreibstile im Blog – ebenso wie übrigens die Inhalte – etwas variieren.

Obwohl Klimaschutz und Nachhaltigkeit keine Themen sind, die hohe Besucherzahlen gewährleisten – unser Blog rangiert nach Alexa.com in Deutschland etwa auf Platz 55.000 - haben wir uns in vier Monaten bereits den Google PageRank 6 erarbeitet. Der Google PageRank, benannt nach dem Google-Mitgründer Larry Page, gibt die Linkpopularität einer Seite an. Er beginnt bei 1 (geringe Bedeutung) und reicht bis 10 (überragende Bedeutung). Er entsteht – vereinfacht ausgedrückt – durch die Verlinkung mit anderen Seiten, die von Google als relevant angesehen werden. Oder anders formuliert: Je mehr bedeutsame Seiten durch Links auf eine Seite verweisen, umso besser ist der PageRank der Seite, auf die verwiesen wird. Der PageRank bestimmt übrigens ganz wesentlich die Positionierung einer Seite innerhalb der Suchergebnisse von Suchmaschinen. Der gute PageRank unseres Blogs ist der Grund, warum z.B. Einträge im ClimatePartner-Blog zu klimarelevanten Suchanfragen oftmals auf der ersten Seite bei Google (und anderen Suchmaschinen) erscheinen.

Zum Vergleich: Die Website von ClimatePartner hat den hervorragenden PageRank 7, der typischerweise nur deutlich größeren Unternehmen oder aber Medienunternehmen mit hoher Reichweite vorbehalten ist. An der Positionierung der ClimatePartner-Seite arbeiten wir allerdings bereits seit vier Jahren, während das Blog es in nur vier Monaten auf PageRank 6 geschafft hat. Das zeigt uns, dass man ohne jegliche Kosten für das Blog selbst, ohne Suchmaschinenoptimierung und ohne bezahlte Werbung auch heute noch mit Engagement, Enthusiasmus und guten Informationen punkten kann.

Falls Sie den PageRank Ihrer eigenen Seite, der Seite eines Wettbewerbers oder einer beliebigen Website einmal überprüfen wollen, können Sie dies z.B. hier auf den Seiten von Database-Search tun.

Twitter

Während wir die Testphase für das Blog als abgeschlossen betrachten, haben wir mit Twitter noch zu wenige Erfahrungen gesammelt, um Ihnen eine verlässliche Empfehlung auszusprechen. Wir nutzen Twitter allerdings schon jetzt sehr intensiv für Zwecke der Informationsbeschaffung sowie der Markt- und Wettbewerbsbeobachtung.

In den ersten Wochen der Nutzung ist uns auch bei Twitter angenehm aufgefallen, dass gute Informationen sehr schnell zu Aufmerksamkeit in der jeweils relevanten Szene sorgen können: In nur sechs Wochen haben sich mehr als 340 Personen und Einrichtungen dazu entschieden, ClimatePartner zu folgen, also die Twitter-Nachrichten aus unserem Hause gewissermaßen zu “abonnieren”. In dieser Zeit haben wir werktäglich im Schnitt fünf Nachrichten auf Twitter veröffentlicht.

Wir haben den Eindruck, dass die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Twitter hervorragend aufgehoben sind, da es unserer Beobachtung nach bei Twitter zahlreiche an diesen Themen interessierte Personen und Einrichtungen gibt, die im Übrigen auch rege publizieren. Hierzu gehören z.B. annähernd alle relevanten Umweltschutzverbände auf nationaler und internationaler Basis.

Wir haben ferner den Eindruck, dass alle Themen rund um die Medienproduktion bei Twitter sehr gut aufgehoben sind – und zwar selbstverständlich alle Themen rund um Online-Medien, aber unserer Beobachtung nach auch die der klassischen Printmedienproduktion: Zahlreiche Druckereien aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum nutzen Twitter bereits als weiteren Channel.

A propos: Englisch ist die führende Sprache bei Twitter und Sie sind gut beraten, sich in den Twitter-eigenen Slang einzuarbeiten. Die Begrenzung der Länge der Nachrichten auf 140 Zeichen fordert ihren Tribut und es gibt jede Menge Abkürzungen bei Twitter, die Twitter-Novizen erst einmal lernen müssen. Eine wirklich gute Einführung hält Mashable mit dem Guidebook Twitter für Sie bereit.

Sollten auch Sie sich dazu entscheiden, Twitter für Ihre Kommunikation zu verwenden, dann versuchen Sie bitte, in erster Linie Informationen zu verbreiten, die für Ihre Leserschaft potenziell von Interesse sind. Twitter-Nutzer sind typischerweise medienkompetent und wissen die Qualität guter Informationen zu schätzen. Wer in seinen Veröffentlichungen überwiegend und phantasielos seine eigenen Produkte und Dienstleistungen anpreist, wird bei Twitter kaum auf Interesse stoßen und erst recht keine Leserschaft aufbauen, denn – ganz ehrlich – es gibt spannendere Lektüre als Werbung.

(Zwischen)Ergebnis

Wir schätzen sowohl das Blog als auch Twitter als Bestandteile unserer Online-Kommunikation. Unser Blog ist in weniger als einem halben Jahr zur zentralen Schaltstelle für Kommunikation und Information geworden. Twitter ergänzt das Blog und wird sich für uns vermutlich zu einem wichtigen Informationskanal entwickeln.

Die Web 2.0-Medien zeichnen sich durch Unmittelbarkeit, Spontaneität und Geschwindigkeit aus. Wer gerne schreibt und Spaß am Netzwerken hat, wird mit Blog und Twitter seine Freude haben und auch einen geschäftlichen Nutzen. Zwar eignen sich Blog und Twitter unserer Meinung nach nicht für den knallharten Vertrieb, aber sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Imagemarketing eines Unternehmens.

Blog und Twitter-Account sind unentgeltlich. Das darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass die Pflege beider Medien Zeit kostet und damit internen Aufwand verursacht. Dieser Aufwand ist zwar frei skalierbar, aber er fällt an. ClimatePartner hat für sich die Entscheidung getroffen, dass dieser Aufwand gerechtfertigt ist. Wir arbeiten in der Dienstleistung und daher wollen wir unsere Kompetenz (auch) durch diese Medien unter Beweis stellen. Da wir grundsätzlich keine Werbung schalten und erst recht kein Geld für Product Placement ausgeben, sind Blog und Twitter für uns gute Möglichkeiten der Kommunikation mit einer interessierten und kritischen Leserschaft.