21. Oktober 2009

ClimatePartner-Studie über Seilbahnen

In einer breit angelegten Studie beleuchtet ClimatePartner Austria die Klimafreundlichkeit von Seilbahnen. Dabei vergleicht die Strategieberatung im Auftrag der Doppelmayr Seilbahnen GmbH den CO2-Ausstoß der Anlagen, die in Mitteleuropa bisher hauptsächlich als Transportmittel in den Bergen bekannt sind, mit klassischen Verkehrsmitteln, wie Auto, Bahn oder Bus.

 

Die Ergebnisse sprechen für die Seilbahn: Ab einer Auslastung von 50 Prozent hat der Stetigförderer den geringsten CO2-Ausstoß aller betrachteten Verkehrsmittel. „Damit bildet unsere Studie eine fundierte Grundlage für neue Mobilitätskonzepte – nicht zuletzt im urbanen Raum“, fasst DI Dr. Klaus Reisinger, Geschäftsführer der ClimatePartner Austria GmbH, das Studienergebnis zusammen. „Wir freuen uns, dass wir hier unser Know-how bei der Berechnung von CO2-Emissionen einbringen können und damit auch helfen, den Weg für künftige klimafreundliche Verkehrs-Modelle zu ebnen.“

 

Seilbahn schlägt Auto, Bus und Bahn

 

Um die Klimafreundlichkeit mit nachvollziehbaren Daten zu untermauern, hat ClimatePartner Austria eine Studie zum CO2-Ausstoß von Seilbahnen erstellt und die Emissionen dieses Beförderungsmittels dabei mit denen klassischer Verkehrsmittel wie PKW, Bahn oder Bus verglichen. Auf Basis von insgesamt 33 weltweit untersuchten Doppelmayr Gondelbahnen vom Typ 8-MGD wurden, unter Annahme verschiedener Auslastungsszenarien, Bergauf- und Bergabfahrten sowie Fahrten in der Ebene, einmal für den Winter und einmal für den Sommer, untersucht. Die Leistung, die für die Beförderung einer Person pro Kilometer notwendig ist (Personenkilometer), wird in diesem Modell mit dem dabei entstehenden CO2-Ausstoß in Gramm verknüpft und liefert vergleichbare Daten für unterschiedliche Verkehrsmittel.

 

Bei einer Auslastung von 50 Prozent hat die Seilbahn als Verkehrsmittel sowohl beim Bergauffahren als auch in der Ebene, Sommer wie Winter, den geringsten CO2-Ausstoß und damit die Nase vorn. Ein Benzin-Pkw verbraucht in der Ebene durchschnittlich 248 Gramm CO2 pro Person und Kilometer, ein Diesel-Linienbus 38,5 Gramm, die Bahn mit E-Lok 30 Gramm und die Seilbahn nur 27 Gramm. Durch eine Steigerung der Auslastung kann die Energieeffizienz der Seilbahn sogar noch weiter erhöht und der CO2-Ausstoß pro Person noch deutlicher gesenkt werden. Zusätzliche Maßnahmen, wie etwa der Bezug von Ökostrom oder Teilabschaltungen in wenig frequentierten Nebensaisonen würden die Emissionen noch weiter verbessern. Auf dieser Basis könnten in näherer Zukunft weitere Schritte den Weg zur klimaneutralen Seinbahn ebnen.

 

Als öffentliches Verkehrsmittel mit dem geringsten CO2-Ausstoß sollte die Seilbahn in jedem Fall in die Infrastrukturplanung einbezogen werden und könnte künftig auch in Österreichs Städten als klimafreundliche Ergänzung der bereits bestehenden Verkehrsinfrastruktur zum Einsatz kommen.

 

Seilbahn goes City

 

In Mitteleuropa kennt man Seilbahnen vorwiegend als raschen und effizienten Bergtransport im Wintersport. Blickt man über die Grenzen, kann man jedoch auch ganz andere Anwendungsfälle sehen. Seilbahnen werden dort zunehmend als öffentliches Transportmittel in Städten eingesetzt und ergänzen bereits bestehende Verkehrsmittel in optimaler Weise. Beispiele findet man unter anderem im US-Bundesstaat Texas, in Caracas, Venezuela oder auch in den Städten Constantine, Algerien sowie in Constanta, Rumänien. „Die Seilbahn eröffnet eine neue Verkehrsebene, schwebt stauunabhängig über den Dingen und ist damit deutlich schneller als der Autoverkehr“, streicht Ekkehard Assmann, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Doppelmayr Seilbahnen GmbH, einen wesentlichen Vorteil heraus. „Außerdem kann der Fahrgast durch die Stetigförderung der Gondeln jederzeit ohne Wartezeit zusteigen und ist damit nicht nur rasch, sondern, wie die Studie beweist, auch besonders klimafreundlich unterwegs“, so Assmann weiter.

 

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.