6. November 2009

2. Jahrestagung Nachhaltige Medienproduktion

2CPNHMPAm 29.10.2009 fand zum zweiten Mal die ClimatePartner Jahrestagung zur Nachhaltigen Medienproduktion statt. Zahlreiche Vertreter der Druck- und Medienindustrie fanden sich im Botanikum in München ein. Die klimafreundliche und ökologische Gestaltung von Druckerzeugnissen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung und wurde mit Vorträgen von Experten eindrucksvoll präsentiert. Feierlich eröffnet wurde die Tagung von Rainer Litty des WWF Deutschland, der noch einmal verdeutlichte, dass die Druckindustrie, wie keine andere Industrie zur Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaschutz beitragen kann. Das hier geht an alle Nachhaltige Medienproduktion ist am Markt angekommen. Diese Feststellung wurde im Laufe der gesamten Veranstaltung getroffen. Trotz der fortschrittlichen Entwicklung der klimaschonenden Herstellung von Druckerzeugnissen, dürfen sich die bereits Aktiven noch als Pioniere bezeichnen. Sie alle nehmen mit der Umsetzung interner Klimaschutzmaßnahmen, mit der ganzheitlich ökologischen Ausrichtung eigener Produkte und Prozesse sich ihrer Verantwortung an. Jede Druckerei, jeder Verpackungs- und Papierhersteller, jeder Produzent ökologischer Farben, jeder FSC-Zertifizierer und Anwender der FSC-Zertifizierung fördern die Verbreitung  einer Message:  Gemeinsam engagieren. Gemeinsam Wirkungen für den Schutz unseres Klimas erzielen.Nachhaltige Medienproduktion als Antwort auf den Klimawandel? An die 100 Teilnehmer hörten im Laufe des Tages Vorträge zur nachhaltigen Ausrichtung von Druckprozessen. Rainer Litty, WWF Deutschland, beantwortete in seinem Einführungsvortrag die Frage, ob ökologische Medienproduktion die Antwort auf dem Klimawandel sei, eindeutig mit Ja. Bewiesen wurde diese Aussage durch die erlesene Auswahl an Vorträgen. Wilhelm Demharter, UPM GmbH, referierte über die Ressourceneffizienz in der Papierkette und wiederholte, dass die Diskussion, ob Printmedien durch elektronische Medien abgelöst bzw. substituiert werden, uns nicht weiterführt. Handeln lautet nach wie vor die Devise, der sich auch Bernhard Walter, Brot für die Welt, anschloss. Die Vermeidung des Unkontrollierbaren wird nur möglich sein, wenn wir den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren, Klimagerechtigkeit herstellen und uns an das Unvermeidliche anpassen.Sebastian Robl, ClimatePartner Deutschland GmbH, stellte vor, welche Entwicklung im Bereich der umweltfreundlichen Druckerzeugnisse geleistet wurde. Dokumentiert wurde dies anhand der Anzahl der Unternehmen aus der Druckindustrie, die sich seit knapp 3 Jahren, zusammen mit ClimatePartner für den Klimaschutz stark machen. Auch gewährte er den Zuhörern einen Einblick in die künftigen Entwicklungen, die ClimatePartner für die kommenden Monate anstrebt. Erwähnung fanden dabei neue Kunden und Kooperationspartner, neue Instrumente im ClimatePartner Druckprozess oder auch neue Goldstandard-Projekte, die das Klimaschutzprojekt-Portfolio von ClimatePartner erweitern. Auch lieferte Sebastian Robl einen Vorgeschmack auf eine Veränderung der Außendarstellung von ClimatePartner. Neue Formen und Farben prägten seine Präsentation.Und, wie cool bist du? Dr. Uwe Sayer, FSC Deutschland, wagte sich mit einer mutigen Aussage „FSC – Funky, sexy, cool“ an seine Zuhörer. Der Redner fand viele Beispiele, die zeigen was am FSC und an gelebten Klimaschutz cool ist, und welche Steigerungsformen des Wortes „cool“ eigentlich möglich sind. Cool sind zum Beispiel die Mitglieder und Partner des FSC, die Sichtbarkeit am Markt und in der Öffentlichkeit und die positiven sozio-ökologische Auswirkungen, die durch den Einsatz des FSCs möglich werden. Viel Beifall erntete auch die von der Offsetdruckerei Karl Grammlich GmbH durchgeführte exklusive Preview des FSC-Kalenders 2010. Junge Künstler der EXP.edition designten die 12 Monatsbilder und trugen damit zur besonderen Gestaltung des Kalenders bei. Der Kalender wurde auf 100% Recycling FSC-Material von Arjowiggins gedruckt und für die FSC Arbeitsgruppe Deutschland klimaneutral produziert.Von der Theorie zur Praxis Als lokales Beispiel für klimaneutrale Druckerzeugnisse referierte Frau Susanne Strasser des MVV München. Das Motto „Klimaschutz ist unser Antrieb“ wird nicht nur durch die Bereitstellung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, sondern auch durch die klimaneutrale Produktion von Drucksachen und Broschüren erfüllt. Im Jahr 2008 konnten durch die innerbetriebliche Umsetzung der Nachhaltigen Medienproduktion knapp 337 Tonnen an CO2 eingespart werden.Warum sind wir hier? Im Anschluss an die Tagung wurde durch den Moderator Simon Köppen, ClimatePartner Deutschland GmbH, eine Diskussion angeregt. Die Rückmeldungen aus dem Publikum verdeutlichten, dass ein Bestreben im Klimaschutz und der Nachhaltigkeit, nicht nur eine Verknüpfung zwischen Ökonomie und Ökologie, sondern definitiv ein Handeln aus Überzeugung ist. Schlagworte wie Ehrlichkeit, Herzenssache, Wertigkeit und Signalwirkung wurden mehrfach genutzt. Auch der Kommunikation und der Dialogführung der Ambitionen und Maßnahmen im Klimaschutz wurde eine bedeutsame Rolle zugewiesen. Nicht nur in Sachen nachhaltiger Medienproduktion. Jeder, der einen Beitrag zur Senkung der globalen Treibhausgaskonzentration in unserer Atmosphäre leistet, sollte das Thema weitertragen und mit gutem Beispiel vorangehen. So plakativ diese Aussage auch sein mag, so sehr entspricht sie doch der Wahrheit. Mit Taten, statt mit Worten überzeugen. Dies alles trifft auf die Teilnehmer, Gäste, Redner und Veranstalter der zweiten Jahrestagung für Nachhaltige Medienproduktion zu.Gute Tage enden mit einer guten Party Im Anschluss an die Party wurde das 3-jährige Bestehen von ClimatePartner gefeiert. Die Grußworte zur Partyeröffnung sprach Moritz Lehmkuhl, Geschäftsführer ClimatePartner GmbH & Co. KG, in der er die vergangenen drei Jahre Revue passieren ließ. Weitere internationale Worte sprach George Kazantzopoulos, der sich für ClimatePartner in Griechenland engagiert und für die umweltfreundliche Ausrichtung der Olympischen Spiele sorgt. Auf der Feier blieb genügend Zeit zum Networken und zum Austausch mit guten Gesprächen. Ebenfalls vorzüglich war die musikalische Untermalung des Abends dank des ClimatePartner DJs. Die leckere biologische Verpflegung durch die Catermeisterei und klimafreundlich produzierten Wein des Weinguts Zähringer rundeten die Veranstaltung ab.Danke für Ihr zahlreiches Erscheinen auf unser Tagung und unserer Geburtstagsfeier. Wir würden uns freuen, Sie auch nächstes Jahr wieder so zahlreich begrüßen zu dürfen!