2. Dezember 2009

Position des BMU zum Product Carbon Footprint (PCF)

In einem gerade veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier von Bundesumweltministerium (BMU), Umweltbundesamt (UBA) und Öko-Institut werden die aktuellen Entwicklungen zum Product Carbon Footprint (PCF) kritisch durchleuchtet und anschließend gewürdigt.Dabei haben die Autoren bewusst auf die Erstellung eines neuen Standards verzichtet, sondern möchten eine Hilfestellung für die Übergangszeit bis 2011 geben. Bis zum Jahr 2011 wird der der Abschluss der internationalen Standardisierungsprozesse erwartet. Damit sind die für 2011 geplante Verabschiedung der ISO 14067 zum PCF, für die bisher nur erste Working Drafts existieren, sowie die im Jahr 2010 erwartete Verabschiedung von zwei neuen Standards zum GHG-Protokoll gemeint. Für diese beiden neuen Standards wurden im November die Diskussionsentwürfe zum Scope 3 und PCF vom WRI bzw. WBCSD veröffentlicht. Über die Standards und die Workshops haben wir bereits im November (hier und dort) berichtet.Besonders klar äußert sich das Positionspapier von BMU, UBA und Öko-Insitut zu dem britischen Standard PAS 2050:2008 – Assessing the life cycle greenhouse gas emissions of goods and services. Einzelne Punkte des PAS 2050:2008 wurden im vergangenen Jahr immer wieder diskutiert, daher ist es zu begrüßen, dass die Autoren sich hierzu äußern.Für die von ClimatePartner durchgeführten Berechnungen ergeben sich durch das Positionspapier keine wesentlichen Änderungen, da wir die dort aufgeführten Entwicklungen permanent verfolgt und in unseren Berechnungen und Studien bereits berücksichtigt haben.