11. August 2010

CO2-Fußabdruck von griechischem Olivenöl

Zusammen mit unserem griechischem Kooperationspartner GLOBAL CHALLENGES haben wir in einer Pilotstudie den CO2-Fußabdruck von griechischem nativen Olivenöl berechnet. Ziel dieser Pilotstudie war es, die Treibhausgas-Emissionen zu erfassen, die während dem Olivenanbau und der Produktion, Abfüllung und Auslieferung von Olivenöl entstehen sowie herauszufinden, in welchen Bereichen CO2-Emissionen vermieden und reduziert werden können.

 

Olivenanbau Messinia UNION

Olivenanbau bei Messinia UNION

Die Oliven, aus denen das Öl gewonnen wird, stammen aus den Olivenhainen von 1.800 Bauern aus Messinia, die Mitglieder der Genossenschaft Messinia UNION sind und die nach einem integrierten Landwirtschaft-Ansatz arbeiten, um besonders ausgewogen mit der Natur zu wirtschaften. Ausgehend von acht verschiedenen, der Messinia UNION angehörigen Ölpressen wird das Öl zur zentralen Abfüllanlage der Genossenschaft transportiert. Von dort wird das Olivenöl in Kanistern, PET- und Glasflaschen hauptsächlich nach Athen, München und Moskau ausgeliefert. Messinia UNION lieferte die Daten des Gesamtjahrs 2009, auf dessen Basis der PCF, der sogenannte Product Carbon Footprint, erstellt werden konnte. Im Durchschnitt entstanden pro Liter abgefülltes und verpacktes Olivenöl 1.670g CO2 bei internationaler Auslieferung (ca. 2.500 km Landweg mit einem LKW) und 1.173g CO2 bei nationaler Auslieferung (ca. 300 km Landweg mit einem LKW). Die CO2-Emissionen wurden durch die Investition in ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen, ein Windkraft-Projekt in Neukaledonien.

 

Zertifikat griechisches Olivenöl

Zertifikat für griechisches Olivenöl

“Es handelt sich hierbei weltweit um das erste klimaneutrale native Olivenöl, das von einer Genossenschaft hergestellt wird. Messinia UNION ist stolz darauf, dem Endkonsumenten dieses Produkt anbieten zu können”, erläutert Kostas Liris, Agrarwissenschaftler und Leiter der Abteilung Primärproduktion bei Messinia UNION. Wir bei ClimatePartner sind über die Zusammenarbeit mit Messinia UNION und über die Ergebnisse der Pilotstudie sehr erfreut: “Diese Studie sehen wir als wichtigen Schritt, um zur Angleichung von international einheitlichen Methoden zur PCF-Berechnung beizutragen“, so George Kazantzopoulos, ClimatePartner Griechenland / GLOBAL CHALLENGES und Mitglied des International Olympic Committee’s Environment Commission.

 

„Es ist sehr spannend zu sehen, dass Klimaschutz in immer mehr Bereichen in der Lebensmittelbranche eine wichtige Rolle spielt. Das steigende Bewusstsein für diese Notwendigkeit hat neben vielen Winzern in Deutschland und ganz Westeuropa, mit denen wir zusammenarbeiten, nun auch Griechenland im Bereich Olivenöl erreicht“, betont Moritz Lehmkuhl, Gründer und Geschäftsführer der ClimatePartner GmbH.