26. August 2011

Was sind eigentlich der natürliche und der anthropogene Treibhauseffekt?

Bei der Betrachtung der Ursachen der globalen Erwärmung ist zwischen dem natürlichen und dem anthropogenen Treibhauseffekt zu unterscheiden. Der natürliche Treibhauseffekt ist eine unerlässliche Voraussetzung für das Leben auf der Erde.

Unsere Atmosphäre besteht zu 78% aus Stickstoff (N2), zu 21% aus Sauerstoff (O2) und zu 1% aus Spurengasen. Auswirkungen auf das Klima haben insbesondere die in den Spurengasen enthaltenen Gase Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2) und Ozon (O3). Diese natürlichen Treibhausgase ermöglichen überhaupt erst das Leben von Tieren und Menschen auf der Erde, da ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt die durchschnittliche Temperatur -18°C anstelle von +15°C betragen würde.

Problematisch ist also nicht das Vorhandensein von Treibhausgasen an sich, sondern vielmehr die Erhöhung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre, die zu einer globalen Erwärmung führt. Ziel der internationalen Gemeinschaft ist eine Beschränkung der globalen Erwärmung auf maximal 2°C gegenüber dem vorindustriellen Wert.

Der menschengemachte Klimawandel wird vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) verursacht, die in hohem Maße Kohlenstoffe gespeichert haben. Diese Kohlenstoffe werden bei der Verbrennung in Kohlenstoffdioxid umgewandelt, wodurch es zu einer Erhöhung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre kommt, die zur globalen Erderwärmung führt. Hinzu kommen weitere Faktoren, wie die Erhöhung des Methananteils in der Atmosphäre durch eine Zunahme der weltweiten Landwirtschaft sowie die Zerstörung natürlicher Kohlenstoffsenken, wie sie zum Beispiel die Regenwälder darstellen.

Um das 2°C-Ziel zu erreichen ist es notwendig, dass die globalen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf weniger als die Hälfte des Niveaus von 1990 reduziert werden.