4. September 2017

Echte Nachhaltigkeit auch im Druck

Ein Gastbeitrag von Uli Beineke, Das Druckhaus Beineke Dickmanns

Die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit wirkt sich vermehrt auf unternehmerische Konzepte aus: Verbraucher fordern diese und zahlen dafür – und überdenken Geschäftsbeziehungen, wenn sie an der konsequenten Ausrichtung zweifeln. Entscheidend ist für alle Organisationen deshalb, in der gesamten Prozesskette auf nachhaltiges Arbeiten zu achten. Bei den Druckprodukten kommt deshalb der Zusammenarbeit mit einem auf Nachhaltigkeit spezialisierten Dienstleister eine entscheidende Rolle zu.

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion. Wirtschaft, Gesellschaft, Industrie, Politik, alles soll nachhaltig und Ressourcen-schonend sein. „Nachhaltigkeit bedeutet, mit den Ressourcen zu haushalten. Hier und heute sollten Menschen nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens und ist folglich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Das Leitbild verlangt nach einer gesellschaftlichen Entwicklung, die ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig ist“, heißt es beim Bundesumweltministerium.

Daher wirkt sich die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit auf sämtliche Bereiche aus und Unternehmen spüren, dass die Verbraucher mehr und mehr Wert darauf legen, dass „nachhaltige“ Leistungen angeboten werden. Sie sind bereit, dafür auch einen höheren Preis zu bezahlen, man denke an Tourismus, Lebensmittel, Kleidung und Co. Und sie sind durchaus auch bereit, langjährige Beziehungen zu Unternehmen zu überdenken und zu revidieren, wenn diese kein glaubhaftes Nachhaltigkeitskonzept vorweisen können.

Dabei liegt die Betonung auf der Authentizität bei der Nachhaltigkeit: Wer nicht darauf achtet, in der gesamten Prozesskette nachhaltig zu sein, kann unglaubwürdig werden. Daher ist Nachhaltigkeit keine Modeerscheinung, sondern mittlerweile ein festes strategisches Konzept in sehr vielen Branchen und Bereichen.

Insofern wirkt sich diese Entscheidung für ein nachhaltiges Vorgehen auch auf das Marketing aus und dabei auf den Einsatz der einzelnen Instrumente – unter anderem im Druckbereich. Denn ohne nachhaltige Druckprodukte kann eine Organisation nie vollständig nachhaltig sein. Das lässt sich anhand eines Beispiels aus der Wirtschaft leicht nachvollziehen. Angenommen, ein touristischer Betrieb hat sich bei der Energieversorgung, den Lebensmitteln und dem Hausdesign komplett auf Nachhaltigkeit eingestellt: Die Lebensmittel kommen von regionalen Lieferanten, die ebenfalls wiederum nachhaltig aufgestellt sind, die Energie ist vollständig regenerativ, die verarbeitete Materialien auch. Das ist ein gutes Bild für Gäste, die darauf Wert legen. Aber dieses Bild wird getrübt, wenn auf der zweiten Ebene die Nachhaltigkeit keine Rolle mehr spielt. Dazu gehören dann die Druckprodukte, die im Gastgewerbe und Tourismus in großem Umfang benötigt werden. Von der Zimmermappe über die Speisekarte bis zum Werbemailing und Hausprospekt: Gäste kommen regelmäßig mit Druckerzeugnissen in Kontakt und nehmen diese als Unternehmensmaterialien wahr. Wenn diese jetzt nicht nachhaltig sind, wird das erheblich an Reputation und Akzeptanz (und damit Geschäft) kosten.

Was bedeutet dies also konkret? Eine Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf vielen kleinen Säulen, eine davon ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Druckdienstleister, der die geforderte nachhaltige Qualität wirklich dauerhaft gewährleisten und nachweisen kann, woher seine Farbe, Papiere etc. stammen. Denn das Vorgehen bei der Auswahl der Druckerei folgt dem oben genannten Prozess: Auch der Dienstleister muss wiederum nachweisen, dass seine Lieferanten vollständig nachhaltig agieren. Sonst ist die Kette an einer Stelle gerissen. Das Druckhaus Beineke Dickmanns hat sich konsequent auf eine komplett nachhaltige Produktion ausgerichtet. Das bezieht sich sowohl auf die Druckerzeugnisse als auch auf die Unternehmensstruktur an sich.

So gehört Das Druckhaus zu den ersten Druckereien bundesweit, die seit einigen Jahren klimaneutralen Druck einsetzen. Beim klimaneutralen Drucken wird die Menge an Emissionen, die beim Druckprozess entsteht, durch die Förderung von beispielsweise einem Windpark oder Wasserkraftwerk irgendwo auf der Welt eingespart. Da sich klimaschädliche Gase gleichmäßig verteilen, ist es unerheblich, wo in der Welt das CO2 verursacht und wo es eingespart wird. Dadurch verändert ein Druckprozess das CO2-Gleichgewicht der Atmosphäre nicht. Das ist nur in Form des Ausgleichsgeschäfts möglich, denn natürlich werden dabei ebenso CO2-Emissionen verursacht wie bei anderen industriellen Vorgängen auch. Ein vollständig CO2-freier Druck aus sich selbst heraus ist nicht möglich. Alle klimaneutralen Produkte werden mit dem ClimatePartners-Siegel gekennzeichnet.

Das FSC-Siegel des Forest Steward Ship Council gewährleistet die Kontrolle vom Rohstoffanbau bis hin zur Verarbeitung des hergestellten Papieres beim Drucker. Damit ein Papier mit dem FSC-Label gekennzeichnet werden darf, muss die Rückverfolgung bis zum Ursprung des eingesetzten Holzes möglich sein. Jedes Unternehmen in der Handels- und Verarbeitungskette muss FSC-zertifiziert sein, jedoch nicht der Endkunde. Ein weiteres renommiertes Siegel, über das Das Druckhaus verfügt, ist PEFC (Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes). PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit ein weltweiter „Wald-TÜV“. Und Siegel wie Blauer Engel, EU-Blume und Nordic Swan belegen den Einsatz umweltfreundlich hergestellter Papiere.

Zudem setzt Das Druckhaus als feste Unternehmensstrategie auf eine Ressourcen-schonende Energieversorgung und E-Mobilität. Vor mehr als einem Jahr hat das Unternehmen die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt, nutzt ausschließlich Ökostrom und alle Produktionsprozesse so umgestellt, dass sie so wenig Energie wie möglich verbrauchen. In Zukunft wird auch der Fuhrpark im Vertrieb, der regelmäßig längere Strecken in Dienstwagen zurücklegt, auf Elektroautos umgestellt. Eine E-Ladestation ist bereits am Stammsitz vorhanden, sodass Kunden und Partner ihre E-Fahrzeuge kostenlos und einfach aufladen können, wenn sie das Unternehmen besuchen.

Nur auf diese Weise entsteht eine echte unternehmerische Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt, von der auch die Kunden profitieren: Sie können sich auf einen Partner verlassen, der in allen Belangen nachhaltig ist und damit die eigene Strategie und Positionierung fördert.

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Der Autor 

Uli Beineke ist geschäftsführender Gesellschafter von Das Druckhaus Beineke Dickmanns in Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss. Die inhabergeführte und auf nachhaltige und umweltfreundliche Produktion spezialisierte Druckerei ist für Unternehmen professioneller Ansprechpartner bei allen Fragestellungen rund um Gestaltung, Druck und Verarbeitung und ist Partner von ClimatePartner. Weitere Informationen: www.das-druckhaus.de