Monatsarchiv für Oktober 2010

 
 

Athens Classic Marathon – klimafreundlich auf’s Siegertreppchen

Am Sonntag startet zum 28. Mal der legendäre Athens Classic Marathon. Besonderer Anlass der diesjährigen Feierlichkeiten rund um das Sportevent ist das 2500. Jubiläum des ursprünglichen, historischen Laufes von Marathon nach Athen im Jahr 490 v. Chr.

Bereits zum 5. Mal wird ClimatePartner zusammen mit dem Partnerunternehmen GLOBAL CHALLENGES den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen, die bei der Anreise nach Athen entstehen, auszugleichen. Im letzten Jahr nahmen rund 1500 griechische sowie internationale Starter dieses Angebot wahr und neutralisierten durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten ca. 250 t entstandene CO2-Emissionen.

Dieses Jahr wird griechischen Startern die Möglichkeit, an einem klimafreundlichen Rennen teilzunehmen, kostenlos angeboten werden. Der Sponsor Coca-Cola, bei dem Ereignis vertreten durch seine Marke POWERADE, übernimmt die Kosten der Kompensation für jeden griechischen Starter, der eine entsprechende Internetseite besucht. Das Unternehmen unterstützt dabei auch internationale Läufer durch eine 50-prozentige Beteiligung an den Kosten des CO2-Ausgleichs. Das Engagement von Coca-Cola verdeutlicht dabei sowohl die Verantwortung für den Kampf gegen den Klimawandel, als auch die Notwendigkeit von persönlicher Initiativübernahme im Klimaschutz.

Wir wünschen allen Sportlern ein unvergessliches Erlebnis und persönliche Bestleistungen!

Weitere Informationen zum Marathon und zum Ausgleichsprojekt finden Sie hier:
www.athensclassicmarathon-green.gr/pages/english.html

Guter Kaffee wird noch besser

Gestern verließ die erste Ladung Bio-Kaffee das sonnige Äthiopien und ist per Schiff auf dem Weg ins herbstliche Deutschland – und zwar klimaneutral. Denn das brandneue StartUp „Coffee Circle” aus Berlin hat sich als erstes europäisches Kaffeeunternehmen verpflichtet, alle CO2- Emissionen des Kaffeetransports auszugleichen.

Martin Ewert & Serfu Nigussie

Martin Ewert & Serfu Nigussie

Alle anfallenden Transportwege von der Kaffeepflanze bis zum Endverbraucher wurden in der Rechnung berücksichtigt und die ergibt, dass der Transport eines Kilogramm Kaffees 402g CO2-emittiert. Die Kompensation des Treibhausgases erfolgt im Rahmen des Wiederaufforstungsprojektes im Kibale-Nationalpark in Uganda.

Die Gründer haben aus ihrer persönlichen Passion eine Profession gemacht und bieten ab sofort äthiopische Bio-Spitzenkaffees unter www.coffeecircle.com im Direktvertrieb an. Dieser wird in drei äthiopischen Kooperativen von Kleinbauern ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden auf traditionelle Weise in Waldgärten angebaut. Nach der Ernte nimmt der Kaffee den Weg nach Addis Abeba, um dann über den Hafen Djibouti nach Hamburg verschifft zu werden, wo die spezielle Röstung erfolgt.

Mit einem Euro pro Kilogramm gekauftem Kaffee werden Entwicklungsprojekte unterstützt, die direkt bei den äthiopischen Kaffeebauern umgesetzt werden – so wird guter Kaffe noch besser.

Klimaschutz ist unser Antrieb

Der Münchner Verkehrsverbund MVV transportiert täglich rund 1,7 Millionen Menschen. Wie wichtig ein funktionierendes öffentliches Verkehrssystem für eine Stadt wie München ist, sieht man bei Heimspielen des FC Bayern, während des Oktoberfestes oder wenn die GDL streikt – in den letzten Wochen traten nebenbei bemerkt alle drei Ereignisse gleichzeitig auf. Dann steht die Stadt still, Blechkarawanen schlängeln sich mit einer Person pro Fahrzeug im Schneckentempo durch die Straßen und Abgase verqualmen die Straßenschluchten.
„Klimaschutz ist unser Antrieb“ so lautet die aktuelle Kampagne des MVV, der seit Ende 2008 Kunde von ClimatePartner ist und alle Drucksachen klimaneutral und auf Papier mit dem „Nordic Swan Label“ produziert. Wir haben mit Dr. Hartmut Krietemeyer, dem stellvertretenden Bereichsleiter Marketing, gesprochen:

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit für den MVV?

Dr. Krietemeyer: Selbstverständlich eine große Rolle. Der Öffentliche Personennahverkehr ist eine sehr nachhaltige Form der Mobilitätsabwicklung, weil Nutzer des ÖPNV sich klimafreundlich verhalten. Im Großraum München tragen die Nutzer des ÖPNV nur rund ein Achtel zur CO2-Belastung durch den Alltagsverkehr bei, mehr als sieben Achtel entfallen auf den motorisierten Individualverkehr (MIV). Der so genannte CO2-Fußabdruck ist bei Erwerbstätigen ohne Auto 3,7-fach günstiger als bei Erwerbstätigen mit Auto.
Die öffentlichen Verkehrsmittel selbst werden dabei auch immer klimafreundlicher, z.B. durch strenge Umweltstandards bei Regionalbussen und Stadtbussen, auch gibt es erste Hybridbusse im Testeinsatz der Verkehrsunternehmen.

Aus welchem Grund hat der MVV sich für den klimaneutralen Druck mit ClimatePartner entschieden?

Dr. Krietemeyer: Eine Mitarbeiterin machte uns auf eine Broschüre aufmerksam, die klimaneutrales Drucken thematisierte. Dies nahmen wir zum Anlass, unsere Hausdruckerei auf die Vorteile des klimafreundlichen Druckens hinzuweisen und hier eine Umstellung zu initiieren. ClimatePartner war und ist hierbei der für uns passende Dienstleister. Das ganze Thema passt einfach zu uns bzw. zum ÖPNV, also der klimafreundlichen Mobilität – nicht von ungefähr lautet unsere aktuelle Kommunikationskampagne „Klimaschutz ist unser Antrieb“.

Welches Feedback bezüglich Ihrer Nachhaltigkeitsausrichtung erleben Sie von Seiten der Kunden oder Partner?

Dr. Krietemeyer: Früher war es sicherlich so, dass Umweltschutz gerne bei dem ein oder anderen Unternehmen aus reiner “political correctness” aufgegriffen wurde. Aus unserer Erfahrung ist dieses Thema aber mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen und insbesondere bei jüngeren Menschen muss man sich heute schon fast rechtfertigen, wenn man sich mal nicht wie ein Vorbild verhält. Von einer Organisation wie dem MVV erwarten die Kunden einen möglichst umweltfreundliche Betriebsweise. Das ist eine positive Entwicklung, die wir begrüßen, denn bedeutet dies doch, dass Nachhaltigkeit ernst genommen wird.

Der Countdown für die ClimatePartner Academy läuft!

In wenigen Tagen starten die Seminare der ClimatePartner Academy.

Noch sind Plätze frei!

Wenn Sie mehr über die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie über die sich daraus ergebenden Chancen für Ihr Unternehmen erfahren möchten, können Sie sich jetzt noch zu unseren Veranstaltungen anmelden.

Hier erfahren Sie mehr über:

  • Grundlagen zum Klimaschutz
  • Nachhaltige Medienproduktion
  • Einsatz und Vertrieb klimaneutraler Produkte
  • Kosteneinsparungsmöglichkeiten durch „Lean & Green Printing“
  • und über weitere spannende Themen
Zusammen mit unseren Partnern, GC Graphic Consult GmbH und dem FSC Deutschland, möchten wir umfassendes Wissen über nachhaltige Print- und Medienproduktion jenseits von CO2-Berechnungen und CO2-Ausgleich vermitteln.

Die Terminübersicht sowie weitere Informationen können Sie hier in unserem PDF-Flyer oder unter www.climatepartner.com/academy finden.

Unsere Veranstaltungen bieten wir Ihnen an 5 verschiedenen Standorten in Deutschland an:

BerlinHeidelbergNeussHamburg und München in Kooperation mit Druckhaus Berlin-MitteHeidelberger Druckmaschinen AGXerox GmbH und Langebartels & Jürgens Druckereiges. mbH.

Möchten Sie sich anmelden oder haben Sie Fragen? Gerne stehen wir Ihnen unter +49 89 1222 875 11 und per Email academy@climatepartner.com zur Verfügung.

Gute Noten für ClimatePartner

Mit der Gesamtnote „gut“ wurde ClimatePartner in einer im August erschienenen Studie, nach firstclimate, als zweitbester Treibausgas-Kompensationsanbieter auf dem deutschen Markt bewertet.

Die Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde untersuchte dazu 17 im deutschsprachigen Raum tätige Unternehmen und bewertete sie in den Bereichen „realitätsnahe Berechnung“, „Qualität der Kompensation“ und „Verbraucherkommunikation“. Die Studie bietet Verbrauchern die Möglichkeit in einem Markt, der wie viele andere von schwarzen Schafen nicht gemieden wird, die Übersicht zu behalten und vertrauenswürdige Unternehmen zu identifizieren. In einem Interview zur Studie beschreibt Julia Balz, zuständige Referentin beim Verbraucherzentrale Bundesverband diese Situation: „Eine weitere aktuelle Studie von uns hat gezeigt, dass es erhebliche Unterschiede in der Güte der Angebote von Kompensationsdienstleistungen gibt. Für Verbraucher ist es sehr schwierig, alle Aspekte für die Beurteilung zu kennen und anzuwenden.“

Weiter kam die Studie zu dem Schluss, dass trotz des unerwartet hohen Bekanntheitsgrades der Möglichkeit zur Emissionskompensation nur 7% der Verbraucher diese Möglichkeit bisher selbst genutzt haben. Der im Rahmen der Studie durchgeführten repräsentativen Verbraucherbefragung zufolge ist dies auch auf unzureichende Informationen der Konsumenten zurückzuführen. Obwohl das Kompensieren von Treibhausgasemissionen mittlerweile für eine große Bandbreite an Konsumbereichen möglich ist, wird das Angebot bisher vor allem beim Fliegen und Autofahren genutzt. Dass der Markt für den Ausgleich von Treibhausgasemissionen dabei allerdings an Bedeutung gewinnt, zeigt sich an der steigenden Zahl an Kompensationsanbietern im Bereich des freiwilligen Klimaschutzes. In diesem Zug hat auch ClimatePartner sein Angebot erweitert und bietet nun neben dem Angebot „klimaneutrale drucken“ auch eine Plattform für die Neutralisierung der CO2-Emissionen von Dienstleistungsbetrieben an.

Das vollständige Interview mit Julia Balz und die Studie „Verbraucherbefragung: Kompensation von Treibhausgasen“, sowie Treibhausgaskompensationsanbieter in Deutschland“ finden Sie hier.

Welches Papier für mehr Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde, aber oft ist es im Alltag gar nicht so einfach, sich auch entsprechend zu verhalten. Entweder fehlen die Alternativen oder man weiß nicht, welche der Optionen die bessere ist. Fast schon ein Klassiker in diesem Zusammenhang ist die Zwickmühle bei Bio-Äpfeln aus Neuseeland vs. konventionelles Obst vom Bodensee.*

Um Unternehmen und Konsumenten bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf Papier zu helfen, veröffentlicht der vom Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.) und WWF Deutschland initiierte „Media Mundo Beirat für nachhaltige Medienproduktion“ (dem auch ClimatePartner angehört) eine Richtlinienempfehlung zur Papierauswahl und -verwendung:

1.) grundsätzlich: umsichtiger Einsatz von Papier
Einer der wichtigsten Punkte ist natürlich der Umgang mit dem Rohstoff, denn die beste Form des Gebrauchs von Papier ist der sparsame und umsichtige Einsatz von Papier.

2.) Recyclingpapier statt Frischfaserpapier
Die Wiederverwendung macht aus dem Verbrauchsgut Papier ein Gebrauchsgut, hierbei sind Papiere mit dem Blauen Engel besonders zu empfehlen. Dieses Umweltsiegel hat sich in den letzten Jahren erfolgreich etabliert und stellt zudem die strengsten Ansprüche hinsichtlich Material, Produktion und Verarbeitung.

3.) Frischfaserpapier aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Für den Fall, dass Recyclingpapier nicht genutzt werden kann, sollte auf FSC-zertifizierte Frischfaser zurückgegriffen werden. „Nach dem Recyclingpapier ist FSC-zertifiziertes Papier die beste Alternative“, erläutert Rainer Litty, Produktionsleiter des WWF Deutschland. „Der FSC bietet für die absehbare Zukunft das schlüssigste Gesamtkonzept mit hohen ökologischen und sozialen Standards in der Waldwirtschaft – und das international.“

Die ausführliche Papierempfehlung können Sie hier als PDF downloaden.

Im “Media Mundo Beirat für nachhaltige Medienproduktion” sind wichtige Umweltverbände sowie Vertreter von Wirtschaft und Politik vertreten, er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Dieter Ebert, Bereichsleiter, Druckhaus Berlin-Mitte GmbH
  • Joachim Erlach, Epple Druckfarben AG
  • Heike Fischer, Beraterin bei der Initiative Pro Recyclingpapier
  • Benjamin Hillscher, Consultant Print and Media Star Publishing GmbH
  • Moritz Lehmkuhl, Geschäftsführer ClimatePartner Deutschland GmbH
  • Rainer Litty, Produktionsleiter WWF Deutschland
  • Rüdiger Maaß, Geschäftsführer Fachverband Medienproduktioner e.V.
  • Birgit Mahrwald, Umweltbundesamt
  • Alexander Rossner, Nachhaltigkeitsberater
  • Dr. Uwe Sayer, Geschäftsführer FSC Deutschland


*Äpfel haben die beste Klimabilanz, wenn man sie saisonal und aus regionaler Bioerzeugung kauft.