Monatsarchiv für September 2011

 
 

Was sind eigentlich CO2-Äquivalente?

Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2) machen weltweit etwa 60% der Treibhausgasemissionen aus. CO2 dient deshalb als Referenzwert, um die globalen klimatischen Veränderungen zu messen. Bei der Berechnung eines CO2-Fußabdrucks werden neben CO2 auch andere Treibhausgase berücksichtigt, wie Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6) und Fluorkohlenwasserstoffe. Diese werden über ihr jeweiliges Treibhauspotenzial in CO2-Äquivalente (CO2e) umgerechnet. CO2-Äquivalente beschreiben somit ein einheitliches Maß für die Treibhauspotenziale der verschiedenen Treibhausgase.

Fluorkohlenwasserstoffe werden beispielsweise mit einem Faktor von 100 bis 15.000 in CO2-Äquivalente umgerechnet. Damit haben schon geringe Mengen an Fluorkohlenwasserstoffen eine erhebliche Wirkung auf den Treibhauseffekt. Fluorkohlenwasserstoffe finden unter anderem in Klimaanlagen von PKWs Verwendung, wo diese durch Lecks auch austreten können. Aufgrund dieses enormen Treibhauspotentials dürfen nach einer europäischen Verordnung seit 1. Januar 2011 nur noch Fluorkohlenwasserstoffe mit einem Faktor unter 150 in PKW-Klimaanlagen verwendet werden.

Methan, ein weiteres Treibhausgas, hat ein 21-mal so hohes Treibhauspotential wie CO2 und wird vor allem auch durch die Landwirtschaft freigesetzt. Laut WWF emittiert eine Milchkuh durchschnittlich 111,7 kg Methan im Jahr, also knapp 2,35 Tonnen CO2e. Durch Nutzung des Kuhmists als Dünger werden weiteres Methan und Lachgas freigesetzt. Lachgas wiederum hat einen Faktor von 310. Insgesamt summieren sich dadurch die CO2e pro Jahr und Milchkuh auf rund 3,1 Tonnen. Zum Vergleich: Dies entspricht dem CO2-Ausstoß eines Mittelklassewagens (160g/km) auf 19.500 km oder rund 25-mal der Strecke München-Berlin.

Naturkosmetik Branchenkongress 2011 in Berlin

Der 4. Naturkosmetik Branchenkongress fand vom 20. bis 21. September 2011 im ELLINGTON HOTEL BERLIN statt. Unser Mitarbeiter Simon Köppen war als einer der Referenten vor Ort. Zusammen mit Susanne Klose, Direktorin Vertrieb und Marketing von topac arvato, nahm er an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Verpackungskonzepte der Zukunft“ teil. Hier wurde unter anderem die Frage erörtert, wie Klimaneutralität seriös dargestellt werden kann. Anhand einer Beispielrechnung wurde zudem gezeigt, wie die CO2-Berechnung und -Kompensation von Verpackungen funktioniert sowie der Mechanismus der Klimaneutralität erklärt.

„Die Resonanz auf unseren Vortrag war ausgesprochen positiv. Insbesondere die anschließende Podiumsdiskussion zu den zahlreichen Fragen von Händlern und Herstellern war sehr aufschlussreich für uns. Viele Kongressteilnehmer waren überrascht, wie gering die Mehrkosten für klimaneutrale Produkte ausfallen“, resümiert Simon Köppen. „Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Veranstaltern des Naturkosmetik Branchenkongresses für die Möglichkeit bedanken, unsere erfolgreiche Kooperation mit topac arvato vorzustellen.“

Die Teilnehmer des Naturkosmetik Branchenkongresses verfolgen interessiert die Vorträge

ClimatePartner hat für topac arvato den CO2-Fußabdruck des Unternehmens berechnet. Über einen CO2-Rechner ist es nun möglich, die CO2-Emissionen für jede einzelne Produktion zu berechnen. Auf diese Weise kann das Unternehmen seinen Kunden klimaneutrale Verpackungen anbieten. Auf Kundenwunsch können die beim Druck unvermeidbaren CO2-Emissionen durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Klimaneutrale Verpackung von topac arvato

Alle Verpackungen und Drucksachen von topac arvato, die während der Veranstaltung Verwendung fanden, wurden klimaneutral gedruckt, ebenso die Kongressunterlagen und das Naturkosmetik Jahrbuch. Darüber hinaus erhielten alle Teilnehmer eine ClimatePartner-Vignette für 1000 Kilometer klimaneutrales Autofahren, sodass auch über den Kongress hinaus ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden konnte.

Auf der vom naturkosmetik verlag e. dambacher in Kooperation mit der Nürnberger Messe organisierten Veranstaltung nahmen in diesem Jahr mehr als 180 internationale Kongressbesucher teil, darunter Entscheidungsträger aus Industrie, Wissenschaft und Handel.
Die Themenschwerpunkte des Naturkosmetik Branchenkongresses 2011 waren u.a.:
  • Entwicklung internationaler Märkte
  • Handelskonzepte
  • Best Practice Beispiele
  • Anforderungen an moderne Kommunikationskonzepte

Weitere Informationen zum Naturkosmetik Branchenkongress können Sie hier finden.

„Klimaschutz ist in Asien angekommen“

Ein Interview mit unserem Geschäftsführer Moritz Lehmkuhl zu seiner Teilnahme am Annual Meeting des World Economic Forum of New Champions vom 14. – 16.9.2011 in China

Sie waren vergangene Woche als „Young Global Leader“ zum Annual Meeting des World Economic Forum of New Champions im chinesischen Dalian eingeladen. Können Sie knapp zusammenfassen, was man sich darunter vorstellen kann?

Das Annual Meeting of New Champions ist eine dreitägige Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops, an denen mehr als 1.500 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, von NGOs und verschiedenen Verbänden teilnehmen. So waren beispielsweise auch der chinesische Ministerpräsident, Wen Jiabao, oder der ehemalige Premierminister Großbritanniens, Gordon Brown, vor Ort. Die Teilnehmer kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, u.a. aus den Bereichen Umwelt und Energie. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf Asien, aber es werden auch viele relevante globale Themen diskutiert.

Dieses Event wird in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum in Davos auch als „Summer Davos“ bezeichnet. Trifft diese Bezeichnung zu?

Ganz klar, ja! Es ist nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos die zweite entscheidende Veranstaltung im Wirtschaftsbereich, wobei das Annual Meeting den besonderen Bezug zu China und Asien hat.

Das Meeting fand zum fünften Mal in China statt. Welchen Eindruck hat die Gastgeberstadt Dalian auf Sie gemacht?

Dalian ist trotz seiner mehr als 6 Mio. Einwohner hierzulande unbekannt. Aber die Stadt hat sich rasant entwickelt – fast wie im Zeitraffer. Man hat das Gefühl, dass in zehn Jahren ganze Jahrzehnte im Vergleich zu den Industriestaaten aufgeholt wurden. Überall sieht man Wolkenkratzer und es wird überall gebaut. Mit diesem Tempo werden sie andere Wirtschaftsregionen sehr bald überholen.

Was hat Sie persönlich am meisten beeindruckt oder vielleicht auch überrascht?

Zum einen hat mich natürlich diese wahnsinnig schnelle Entwicklung des Landes beeindruckt. Ich habe beispielsweise im Vergleich zu meinen Besuchen in China zur Zeit der Olympischen Spiele 2008 so gut wie keinen Fahrradfahrer mehr gesehen, stattdessen ganz viele neue Mittel- und Oberklassewagen. Zum anderen war es interessant, dass Themen wie Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien ähnlich wie in Europa diskutiert werden – wenn nicht sogar noch intensiver, als das bei uns der Fall ist.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus den Veranstaltungen für ClimatePartner?

ClimatePartner arbeitet als Klimaschutzberatung an einem immens wichtigen Thema. Wir müssen aber noch globaler denken. Wir sind zwar mittlerweile in 20 Ländern vertreten, aber wir müssen die Internationalisierung unseres Geschäftsbereichs weiter vorantreiben. Klimaschutz ist ein Thema, dass gerade auch in Asien angekommen ist. Daher sollten wir uns in Zukunft noch stärker auf den asiatischen Markt konzentrieren.

Klimaneutraler Aufenthalt in den Steinschaler Naturhotels

Der Steinschalerhof und das Steinschaler Dörfl bieten als erste Hotels in Niederösterreich ihren Gästen die Möglichkeit, einen klimaneutralen Aufenthalt zu verbringen. Dabei werden die CO2-Emissionen des Aufenthalts der Gäste ausgewiesen und durch die Unterstützung von anerkannten Klimaschutzprojekten ausgeglichen.

Der Steinschalerhof und das Steinschaler Dörfl sind zwei Naturhotels im niederösterreichischem Pielachtal, in denen das Thema Nachhaltigkeit konsequent im täglichen Betrieb umgesetzt wird. Dieses Engagement wurde bereits mit einigen Auszeichnungen, wie dem Österreichischen Umweltzeichen, gewürdigt.

Ab sofort bieten die Steinschaler Naturhotels ihren Kunden zudem die Möglichkeit eines klimaneutralen Aufenthalts. Die Grundlage für dieses Angebot ist der unternehmensbezogene CO2-Fußabdruck, den unsere österreichischen Kollegen für die Naturhotels erstellt haben.

Weitere Informationen zu den Steinschaler Naturhotels finden Sie hier:

http://www.steinschaler.at
http://www.steinschalerwiki.at

5th Annual Meeting of the World Economic Forum of New Champions in China

Starting today, the 5th Annual Meeting of the World Economic Forum of New Champions is taking place in Dalian, China. This three-day event is the most important international business gathering in Asia. Under the theme ‘Master Quality Growth’, more than 1,500 stakeholders convene to gain foresight in current economic, business and technology developments, which will have an impact on consumer behavior, business models, and financial markets.

Business leaders, heads of government, ministers of energy, science and industry, social entrepreneurs, and media representatives are participating in the Annual Meeting. Our managing director Moritz Lehmkuhl, a young global leader of the World Economic Forum, is also attending the event. “The World Economic Forum is an excellent platform to discuss newest developments in an international setting with many global leaders joining the Forum. I expect most valuable discussions and commitment to action around reducing the impact of global warming.” Moritz Lehmkuhl says and adds: “Since the release of the Japanese version of our system solution for balancing and offsetting carbon dioxide two months ago, we now have an even stronger focus on the Asian market.“

Alongside the World Economic Forum, a brainstorming session about energy opportunities will take place to which Moritz Lehmkuhl is invited. Organized by CNBC, Harvard Business Review, Caixin Media and Shell, the event is designed to present and discuss ideas on how a carbon low energy supply can be possible in the future. The think tank is hosted by Squawk Box anchormen Geoff Cutmore and broadcasted internationally on CNBC.

Further information is available here:

www.weforum.org/newchampions

www.energyopportunities.tv

CO2-Fußabdruck der WM-Handelslogistik

Nach unserem erfolgreichen Pilotprojekt mit der WM-Logistik ist nun auch der CO2-Fußabdruck der WM-Handelslogistik für das Geschäftsjahr 2010 erstellt, nach international anerkannten Standards. Als Speditions- und Logistikdienstleister besteht das Geschäft der WM-Handelslogistik aus dem alltäglichen Transport von Waren. Dabei werden zwangsläufig Treibhausgasemissionen verursacht.

Gemäß dem Grundsatz Emissionen “Vermeiden, Reduzieren, Ausgleichen” hat das Unternehmen bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, wie den Einsatz einer modernen Fahrzeugflotte, optimale Laderaumauslastung und effiziente Tourenoptimierung.

Erfahren Sie mehr über das Engagement der WM-Handelslogistik in der aktuellen Newsletter-Ausgabe “WM Kommunkation“.

manroland startet Systemlösung für klimaneutrales Drucken

In Kooperation mit ClimatePartner bietet manroland ihren Kunden ab sofort eine IT-Systemlösung zur Ermittlung und zur Kompensation von CO2-Emissionen bei Druckproduktionen. Die beiden Unternehmen bauen mit dem Start der gemeinsamen Systemlösung ihre seit Anfang 2011 bestehende Kooperation weiter aus.

Nach Eingabe der emissionsrelevanten Unternehmensdaten wie Strom, Heizung, Fuhrpark etc. erhalten Druckereien den individuellen CO2-Fußabdruck ihres Unternehmens. Er dient als Ausgangsbasis für die Entwicklung einer Klimaschutzstrategie und für die automatische Erstellung eines individuellen CO2-Rechners. Mit diesem Rechner können Druckereien sämtliche CO2-Emissionen für jeden Kundenauftrag – angefangen von der Papiersorte über den Druckprozess selbst bis hin zum Transport – ermitteln und durch die Unterstützung von anerkannten Klimaschutzprojekten ausgleichen. Diese transparente und nachvollziehbare Vorgehensweise berechtigt zur Verwendung des ClimatePartner-Logos „klimaneutral gedruckt“ mit individueller Zertifikatsnummer und Urkunde für jeden Auftrag.

Durch vielfältige Maßnahmen werden die Kunden von manroland in den Bereich Klima- und Umweltschutz mit einbezogen. So sind beispielsweise die Drucksysteme selbst auf umweltschonende Produktion ausgelegt, ganz nach der Devise Ökonomie durch Ökologie. Für das Einsparen von Ressourcen und Kosten sorgen IPA-freies oder IPA-reduziertes Drucken, geringe Makulatur, individuell angepasste Verbrauchsmaterialien und Wärmerückgewinnung. Durch die Systemlösung erhalten Druckereien zudem Transparenz über die unternehmerische CO2-Bilanz und können auch ihren Kunden durch die Unterstützung von anerkannten Klimaschutzprojekten aktiven Klimaschutz ermöglichen.

Weitere Informationen stehen hier für Sie zur Verfügung.