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Aktuell verfügbare Klimaschutzprojekte

Klimaschutzprojekte sind Anlagen zur Erzeugung von sauberer Energie (z.B. durch Wasserkraft) oder zur CO2-Speicherung (z.B. durch Aufforstung), die durch Emissionsminderungszertifikate finanziert wurden. Durch den Kauf dieser Zertifikate wird die Einsparung einer bestimmten Menge CO2 gewährleistet. 

In der Regel handelt es sich hierbei um Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energieträgern, die ohne den Emissionshandel nicht existieren würden (Grundsatz der Zusätzlichkeit). Ohne die Finanzierung aus dem Emissionshandel würde die Energieversorgung in diesen Regionen – vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern – weiterhin durch die Verbrennung fossiler Energieträger erfolgen.

Weitere Projekte dienen der Bindung von Kohlenstoff durch den Erhalt und Wiederaufbau natürlicher Ressourcen wie Wäldern, die zumeist auch einen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität leisten.

Unser Portfolio

Hier können Sie alle Projekte unseres Portfolios in einem Dokument herunterladen:

Klimaschutzprojekte Portfolio (Deutsch) (3 MB)

Klimaschutzprojekte Portfolio (Englisch) (3 MB)

Gerne werden wir auch auf Ihren individuellen Wunsch hin tätig und suchen ein für Sie passendes Projekt. Kontaktieren Sie uns einfach unter carbonoffset@climatepartner.com oder unter +49-89-1222875-0. 

Inhaltsverzeichnis

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Wasserkraft

Pueblo Nuevo Viñas, Guatemala

Bei dem Klimaschutzprojekt Poza Verde handelt es sich um ein kleines Laufwasserkraftwerk in der Gemeinde von Pueblo Nuevo Viñas, im Department Santa Rosa in Guatemala.

Ziel des Poza Verde Hydroelectric Projektes ist es, Guatemala mit sauberer und verlässlicher, regenerativer Energie zu versorgen. Das Wasserkraftwerk hatte zunächst eine Kapazität von 8,2 MW, die auf 14,5 MW erhöht wurde. Es handelt sich um ein Laufwasserkraftwerk mit Auffangbecken, welches die Stromproduktion in Zeiten geringen Niederschlags sicherstellt. Betreiber ist Papeles Elaborados S.A. Das Projekt reduziert CO2-Emissionen durch Verdrängen der Nachfrage nach Elektrizität aus fossilen Brennstoffen aus dem nationalen Stromnetz, das bisher stark von schwerem Heizöl, Kohle und Diesel abhängig ist.

 

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Schaffung von 400 Arbeitsstellen während des Baus, 30 dauerhaften Stellen und die technische Schulung von 20 Mitarbeitern
  • Verstärkte Energiesicherheit des Stromnetzes von Guatemala und verminderte Abhängigkeit von Importen
  • Erweiterung des Energiezugangs auf ländlichem Gebiet durch die Bereitstellung von Strom für mehrere tausend Menschen
  • Wiederaufforstung der Ufer, die den Aguacapa River umgeben; dadurch erfolgt eine Abnahme der Erosion und eine zusätzliche Bindung von Kohlenstoff
Verifizierung: The Green Certificate Company
Zertifikats-Typ: VER
Gesamtvolumen: 198.803 t CO2-Äquivalente
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Wasserkraft

Hsikou, Taiwan

Dieses kleine Wasserkraftprojekt befindet sich im Landkreis Tainan, Süd-West Taiwan, einem ländlichen Zentrum für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten.

Das kleine Wasserkraftwerk im Südwesten Taiwans verfügt über eine Leistung von knapp 12 MW. Für die Stromerzeugung wird der Wasserabfluss vom Zengwen Reservoir in das Wushantou Staubecken genutzt. Eine lokale Vereinigung für die Entwicklung, Organisation und Pflege der Bewässerung ländlicher Gebiete Taiwans kümmert sich um den Betrieb des Kraftwerks und die Pflege der beiden Staubecken. Durch eine Nutzung von vorhandenen erneuerbaren Energiequellen und die Einspeisung von jährlich etwa 40.000 MWh ins taiwanesische Netz werden fossile Energieträger ersetzt. Diese haben zur Zeit noch einen Anteil von 76,4 Prozent am nationalen Strommix, in erster Linie kommt Kohle zum Einsatz.

 

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Strom für mehr als 12.000 Haushalte mittels erneuerbarer Energie
  • Verbesserung der Netzstabilität und Vermeidung des Neubaus fossil betriebener Kraftwerke
  • Schaffung lokaler Arbeitsplätze während Bau und Betrieb des Kraftwerks
  • Technologie und Know-how Transfer in die Region
  • Linderung der Luftverschmutzung und daraus resultierender negativer Gesundheitseffekte durch die Reduktion von CO2, SOx und NOx Emissionen
Verifizierung: Bureau Veritas Certification Holding SAS
Zertifikats-Typ: Verified Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: 362.274 Tonnen CO2-Äquivalente
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Waldschutz

Sofala, Mosambik

Das Wiederaufforstungsprojekt befindet sich im Gorongosa National Park in der Provinz Sofala im Osten Mosambiks.

Envirotrade Ltd. betreibt in Zusammenarbeit mit der Provinzregierung in Sofala, dem Gorongosa National Park und der Gemeinde Nhambita ein Forstwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm in der Provinz Sofala im Osten Mosambiks. Ziel des Projektes ist die Wiedernutzbarmachung von stark degradierten Wäldern, die Erhaltung nachhaltiger Lebensräume sowie die Förderung der Biodiversität. Die Wiederaufforstungsmaßnahmen führen zur Speicherung von CO2, da die heranwachsenden Bäume durch Photosynthese Kohlenstoff (C) binden und gleichzeitig den Sauerstoff (O2) wieder an die Umwelt abgeben. Mit einer Gesamtfläche von 11.744 Hektar verfügt das Projekt über ein jährliches Reduktionspotential von etwa 100.000 Tonnen CO2.

Das Projekt erreicht neben einer CO2-Einsparung auch soziale Verbesserungen im lokalen Umfeld. Der Verkauf von Emissionsminderungszertifikaten bedeutet für die lokale Bevölkerung eine regelmäßige Einkommensquelle. Die stattfindende nachhaltige Entwicklung findet in der zusätzlichen Zertifizierung nach CCB-Standard ihren Ausdruck.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Deutlicher Anstieg der Einkommen lokaler Haushalte
  • Mittelfristiger Anstieg kommerzieller Aktivitäten in der Region
  • Anstieg der lokalen Lebensmittelproduktion aufgrund erhöhter Landproduktivität und effizienterer Landnutzung
  • Erhöhtes Bewusstsein im Umgang mit natürlichen Resourcen
  • Spezielle Ausbildungsangebote für Frauen und damit erhöhte Geschlechtergerechtigkeit
  • Schutz bedrohter Arten durch Aufklärungskampagnen und die Konservierung natürlicher Lebensräume
Validierung: Rainforest Alliance
Zertifikats-Typ: Plan Vivo (ex-ante), CCBS
Jährliches Volumen: 100.000 t CO2-Äquivalente
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Aufforstung

Pendravan, Indien

Das Wiederaufforstungsprojekt der Prakash Industries Ltd. findet in den Dörfern Pendravan, Rano, Saleh, Lara im Bundesstaat Chhattisgarh statt.

Prakash Industries Ltd. betreibt ein Wiederaufforstungsprojekt im Bundesstaat Chhattisgarh in Zentralindien. Ziel des Projektes ist die Wiederaufforstung von 282 Hektar degradierter Böden an fünf Standorten mit insgesamt 210.233 Bäumen. Dies führt zur Schaffung von CO2-Senken, da die heranwachsenden Bäume durch den biochemischen Prozess der Photosynthese Kohlenstoff (C) binden. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Landes stellt zudem Brennmaterial (Äste und Blätter) zur Verfügung, die die Notwendigkeit zur Rodung der umliegenden Wälder reduzieren. Über die Projektlaufzeit von 20 Jahren werden durch das Projekt pro Jahr etwa 10.000 t CO2-Äquivalente eingespart.

Das Wiederaufforstungsprojekt ermöglicht die ganzjährige Beschäftigung von ca. 150 Arbeitern und trägt damit entscheidend zur Zukunfts- und Existenzsicherung der lokalen Bevölkerung bei. Die Unterstützung der sozialen Entwicklung wird durch die zusätzliche Zertifizierung nach CCB-Standard (Gold) belegt.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Sicherung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung durch die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen
  • Die kontinuierliche Ausbildung an modernen Landmaschinen schafft verbesserte Grundlagen für die selbständige Tätigkeit von Kleinbauern
  • Die Plantagetätigkeit trägt entscheidend zum sozialen Zusammenhalt der lokalen Bevölkerung bei
  • Die Vermittlung moderner Bewirtschaftungsmethoden schafft ein besseres Bewusstsein für den Einsatz von Bewässerungsmethoden und den effizienten Umgang mit den verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzflächen
  • Deutlicher Rückgang der Abwanderung in städtische Ballungsräume
Validierung: TÜV Nord Cert GmbH
Zertifikats-Typ: VCS, CCBS Gold Level
Jährliches Volumen: ca. 10.000 t CO2-Äquivalente
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Aufforstung

San Rafael de Pocosol, Costa Rica

Das Aufforstungsprojekt der BaumInvest GmbH & Co. KG befindet sich auf der Finca San Rafael innerhalb des UNESCO Biosphärenreservates „Agua y Paz“ im Norden Costa Ricas

Die BaumInvest GmbH & Co KG mit Sitz in Freiburg betreibt ein viel beachtetes und zukunftsweisendes ökologisches Aufforstungsprojekt mit tropischen Edelhölzern im Norden Costa Ricas. Seit 2007 wurden insgesamt 134 Hektar ehemaliger Viehweiden mit einheimischen Baumarten in Mischbeständen und Teak wiederaufgeforstet. Durch den biochemischen Prozess der Photosynthese binden die heranwachsenden Bäume auf dieser Fläche jährlich mehr als 2.000 Tonnen CO2. Der Kohlenstoff (C) wird im Holz der Bäume eingelagert, während der Sauerstoff (O2) wieder an die Umwelt abgegeben wird. Zusätzlich zu dieser angerechneten CO2-Bindungsleistung der Bäume werden bei diesem Projekt weitere Emissionen des Treibhausgases Methan durch die Abkehr von der Viehwirtschaft vermieden.

Die Unterstützung des Aufforstungsprojektes ist nicht zuletzt deshalb interessant, da 2010 das „Internationale Jahr der biologischen Vielfalt“ und 2011 das „Internationale Jahr der Wälder“ ist. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auch unter: www.climateprojects.info/CR-BRP/

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Wiederherstellung von Lebensräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
  • Dauerhafter Schutz von Waldbiotopen und Feuchtgebieten auf mehr als 30% der Gesamtfläche des Projektes
  • Verbesserung der Wasserqualität und des regionalen Wasserhaushalts, Schutz vor Bodenerosion
  • Schaffung langfristiger und sicherer Arbeitsplätze in einer ländlichen Region mit sehr geringen Erwerbsmöglichkeiten
  • Kleinbauernfamilien erhalten die Möglichkeit zwischen den jungen Bäumen Nutzpflanzen (Z.B. Bananen, Mais) für den Eigenbedarf anzubauen
Validierung: TÜV Süd
Zertifikats-Typ: CarbonFix Standard VER (ex-ante)
Gesamtvolumen: 18.971 t CO2-Äquivalente
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Windenergie

Üvecik, Türkei

Dieses Klimaschutzprojekt umfasst einen Windpark in der Provinz Çanakkale im Nordwesten der Türkei.

Der Windpark Alize Çamseki besteht aus 11 Enercon E82 bzw. E48 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 20,8 MW, installiert und betrieben wird er von Demirer Enerji Üretim Sanayi ve Ticaret A.g. Pro Jahr werden etwa 81.800 MWh erzeugt, die in das nationale Stromnetz eingespeist werden. Hierbei wird Elektrizität ersetzt, welche sonst u.a. durch die Verbrennung fossiler Energieträgern gewonnen wird. Es ergeben sich Emissionseinsparungen von durchschnittlich 51.955 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. Die Projektlaufzeit beträgt 21 Jahre. Da die operative Laufzeit dieses Windparks jedoch 30 Jahre beträgt, werden über die Projektlaufzeit hinaus Treibhausgasemissionen vermieden.

 

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Reduzierung von Stromimporten der Türkei
  • Diversifizierung und Sicherstellung der nationalen Energieerzeugung
  • Es kommt zu einer Verminderung von Umweltgiften wie Sulfurdioxid, Stickoxiden sowie Staubpartikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern in der Türkei entstehen
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung während Bau und Betrieb der Anlage
  • Unterstützung der lokalen Wirtschaft durch verstärkte Nachfrage von Services und Material wie Kabel, Masten etc.
  • Technologie- und Know-How Transfer
Validierung: TÜV Rheinland Japan Ltd.
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 399
Gesamtvolumen: 1.091.055 Tonnen CO2-Äquivalente
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Windenergie

Bandirma, Türkei

Das türkische Projekt umfasst fünf Windenergieanlagen in der Nähe der Stadt Bandirma, welche sich in der Provinz Balikesir im bevölkerungsreichen Marmara-Gebiet befindet.

Das Projekt besteht aus fünf Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 15 MW. Projektbetreiber ist die Akenerji Elektrik Uretimi A.S; einem türkischen Unternehmen für Wasser- und Windkraftprojekte. Seit September 2009 produzieren die 80 Meter hohen Windräder der Firma Vestas jedes Jahr Strom aus einer erneuerbaren Energiequelle und tragen dazu bei, das bestehende Potential von Windenergie in der Türkei zu erschließen. Ein Großteil des türkischen Strom wird aktuell durch die Verbrennung fossiler Ressourcen erzeugt. Bei einer erwarteten Strommenge von etwas mehr als 51 GWh jährlich führt das Projekt zu CO2-Einsparungen von 30.997 Tonnen pro Jahr.

Durch das Projekt findet keine Beeinträchtigung der Umwelt statt, die direkte Projektumgebung wird als Weideland genutzt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung des türkischen Ministeriums für Umwelt und Forstwirtschaft wurde im Vorfeld des Projekts durchgeführt, es findet eine regelmäßige Überprüfung des Projekts nach den Regeln des Gold Standards statt.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Verbesserung der lokalen Luftqualität durch die Vermeidung von Schadstoffen (SOx, NO2), die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern entstehen
  • Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region
  • Entwicklung des Windenergiesektors in der Türkei
  • Technologie und Know-how Transfer
Verifizierung: Bureau Veritas Certification Holding SAS
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 634
Gesamtvolumen: 216.981 Tonnen CO2-Äquivalente
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Windenergie

Changbin und Taichung, Taiwan

Dieses Projekt umfasst zwei Windparks in den Bezirken Changhua (Changbin) und Taichung in Taiwan.

Die InfraVest Wind Group, ein Tochterunternehmen der deutschen VWind AG, hat die beiden Windparks gebaut und ist der Betreiber. Die Windenergieparks bestehen aus 45 Enercon E70 Windturbinen mit einer jeweiligen Kapazität von 2,3 MW in Changbin und 23 weiteren in Taichung. Die Gesamtleistung beträgt 156,4 MW (103.5MW und 52.9 MW). Bei voller Kapazitätsauslastung wird die Erzeugung von 507,06 GWh Strom pro Jahr erwartet, der in das staatliche Netz eingespeist wird. Dieses Projekt reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich, da es saubere und erneuerbare Energie, der Gebrauch von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung vermieden werden kann.

Die Einsparungen an Emissionen belaufen sich auf 352.991 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr, die Projektlaufzeit beträgt sieben Jahre.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Beitrag zu der Entwicklung des Windenergiesektors in Taiwan
  • Bereitstellung von Strom für umgerechnet 110.000 Haushalte pro Jahr
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für die lokale Bevölkerung
  • Technologie- und Know-How Transfer, da die Schulung der Arbeitskräfte in Sachen Instandhaltung, Sicherheit und Betrieb vom deutschen Windturbinenhersteller Enercon erfolgt
  • Beitrag zur Reduzierung von Umweltgiften wie Sulfurdioxid, Nitrogenoxide und Partikeln, die bei der Stromgewinnung aus fossilen Energiequellen in Taiwan entstehen
  • Beitrag zur nachhaltigen Stabilität der taiwanesischen Wirtschaft durch die Minderung der Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern
Zertifizierung: SGS United Kingdom Ltd.
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 472
Gesamtvolumen: 2.470.937 t CO2-Äquivalente
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Biogasnutzung

Guangzhou, China

Die Bierbrauerei befindet sich in Guangzhou, der Hauptstadt der bevölkerungsreichen Guangdong Provinz im Süden Chinas.

Durch das Bierbrauen der Guangzhou Zhujiang Brewery Co., Ltd. entstehen jährlich bis zu 5 Mio. Tonnen Abwasser. Dieses Brauereiabwasser wird auf anaerobe Weise geklärt, die organischen Inhaltsstoffe (Bierreste und Malzzucker) werden von Methanbakterien in Biogas umgewandelt. Vor Einführung des Projekts wurde dieses Biogas einfach in die Atmosphäre freigelassen. Nun wird das Biogas aufgefangen und zur Stromerzeugung genutzt. Methan hat eine 21-fach stärkere Wirkung auf den Treibhauseffekt als CO2, die Verhinderung seiner Freisetzung führt daher zu erheblichen CO2-Einsparungen. Durch die Nutzung des Stroms werden zusätzlich CO2-Emissionen vermieden, da fossile Energieträger ersetzt werden.

Das Projekt zeigt einen innovativen Weg für eine mögliche Biogasnutzung auf, es ist das erste CDM-Projekt in der chinesischen Brauindustrie. Mit der Projekteinführung wurde auch eine Entschwefelungsanlage in Betrieb genommen, die dem Biogas den giftigen Schwefelwasserstoff entzieht, zuvor war dieser im Biogas enthalten und wurde ebenfalls in die Atmosphäre emittiert.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Verbesserung der Luftqualität durch Entschwefelung, Auffang und Verwendung des entstehenden Biogases als Stromquelle
  • Schaffung von Arbeitsplätzen, Qualitätssteigerung durch Schaffung von Tätigkeiten der Überwachung und des Betriebs moderner Anlagen und Computer
  • Technologie und Know-how Transfer durch den Einsatz moderner Anlagen aus den USA, Japan und Europa
  • Neuerwerb von Fähigkeiten, da lokale Beteiligte erstmals bei einem Klimaschutzprojekt gemäß Kyoto-Protokoll (Clean Development Mechanism) mitarbeiten
Verifizierung: CEPREI Certification Body
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER (pre-CDM), Nr. 784
Jährliches Volumen: ca. 35.000 Tonnen CO2-Äquivalente
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Biomasse

Siam Cement, Thailand

Die fünf Biomasseprojekte befinden sich in drei thailändischen Provinzen, neben der zentralen Saraburi Provinz bestehen Fabriken in der nördlichen Lampang Provinz und in der Nako Sithammarat Provinz im Süden Thailands.

Das Ziel des Klimaschutzprojektes besteht darin, fossile Brennstoffe in der Zementproduktion durch Biomasse zu ersetzen, soweit möglich. Das Projekt umfasst fünf Zementfabriken, in denen Projekte zur Treibhausgasminderung umgesetzt wurden. Die Produktion von Zement ist sehr emissionsintensiv, große Hitze wird in den Brennöfen benötigt, zumeist durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe erzeugt. Diese fossilen Brennstoffe wie Steinkohle, Braunkohle, Öl bzw. Gas werden im Projekt durch Biomasse wie Holz, Reishülsen oder andere landwirtschaftliche Abfälle in Teilen ersetzt. Vor der Einführung des Projektes wurde diese Biomasse als landwirtschaftlicher Abfall auf Deponien entsorgt oder direkt ohne weiteren Nutzen auf dem Feld verbrannt.

Neben der Biomassenutzung besteht ein weiterer wichtiger Aspekt des Projektes in neu installierten Systemen zum Sammeln, Lagern, Verarbeiten, Vorbereiten und Verheizen der Biomasse. Jede Zementfabrik des Projektes hat solch ein System und verheizt Biomasse der nahen Umgebung. Die Art der Biomasse hängt von der zur Verfügung stehenden Biomasse und den lokalen Fruchtfolgen ab.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Schaffung von zusätzlichen Einnahmequellen für lokale Bauern
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für ungelernte Arbeiter, Verträge mit lokalen Firmen und technisches Training in der Region
  • Unterstützung von örtlichen Schülern durch Stipendienprogramme
  • Reduktion negativer Umwelteinflüsse durch Kohleabbau und -verarbeitung
  • Reduzierung des Abfallaufkommens durch Nutzung von Biomasse
Verifizierung: Bureau Veritas Certification Holdings SAS
Zertifikats-Typ: Verified Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: über 6.000.000 t CO2-Äquivalente
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Biomasse

Rio de Janeiro, Brasilien

Das Biomasseprojekt umfasst drei kleine Keramikfabriken in Piraí, Três Rios und Itaboraí im südöstlich gelegenen Staat Rio de Janeiro in Brasilien.

Das Projekt umfasst die drei kleinen Keramikfabriken Arrozal, GGP Ceramics und Sul América Ceramics im Bundesstaat Rio de Janeiro. Bis 2006 wurde bei allen der fossile Brennstoff Öl zur Produktion eingesetzt, dann erfolgte die Umstellung auf Biomasse zur Beheizung der Keramiköfen. Nun werden nachhaltig aufgeforstetes Holz, Holzreste wie Holzspäne und Sägemehl als auch Industrieabfälle (Paletten, Holzverpackungen) verwendet. Nur in Ausnahmefällen wird der Biomassebedarf über kultivierte Pflanzen (z.B. Elefantengras) gedeckt. Es werden ca. 6.152.000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart. Die jährliche CO2-Reduktion beträgt 27.771 t CO2-Äquivalente.

Die Asche aus den Keramiköfen wird dem eigenen Kompost zugeführt. Die GGP Ceramics nutzt die Abwärme des Ofens auch zum Trocken von Keramikeinheiten. Das Projekt verfolgt bewusst auch soziale und weitere ökologische Zielsetzung, deren Fortschritt durch den Social Carbon Standard kontinuierlich überwacht und bewertet werden.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Unterstützung der Arbeiter mit zusätzlichen freiwilligen Sozialleistungen wie Lebensversicherung, Unterbringung und Lebensmittelmarken
  • Zusätzliche Bildungsangebote zur Bekämpfung von Analphabetismus, sowie ärztliche Versorgung und Mittagessen bei GGP Ceramic
  • Ankauf von Biomasse aus lokaler Favela zur Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe
  • Anfallende Keramikabfälle werden für den Bau und Ausbesserungsmaßnahmen umliegender Straßen genutzt
  • Durchführung von Veranstaltungen zur Arbeitssicherheit und technische Trainings
Verifizierung: TÜV NORD CERT GmbH
Zertifikats-Typ: Verified Carbon Standard, Social Carbon
Gesamtvolumen: 277.707 Tonnen CO2-Äquivalente
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Kompostierung

Kapstadt, Südafrika

Dieses Klimaschutzprojekt umfasst eine Kompostierungsanlage nahe Kapstadt in Südafrika, die von der südafrikanischen Firma Reliance Compost (Pty) Ltd. betrieben wird.

Die Kompostierungsanlage nimmt biologisch abbaubare Abfälle aus Garten- und Parkanlagen von Kapstadt auf. Durch den kontrollierten aeroben Prozess der Kompostierung wird die Entstehung des Treibhausgases Methan bei der Zersetzung der Abfälle vermieden. Es ergeben sich jährliche Emissionseinsparungen in Höhe von 60.000 Tonnen CO2e, außerdem entsteht kontrollierter mikrobiologischer Kompost (CMC). Ursprünglich hätte die bereits bestehende Kompostierungsanlage geschlossen werden müssen. Dank dieses Projekts über ein Joint Venture mit der holländischen Soil and More International kann sie weiterhin betrieben werden. Zusätzlich wird eine neue, größere Anlage gebaut und betrieben werden.

 

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Wesentliche Verbesserung der Wasseraufnahmefähigkeit und Qualität der Böden in der Region um Kapstadt
  • Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Nutzpflanzen durch die Düngung mit dem mikrobiologischen Kompost
  • Verminderung des Bedarfs an chemischen Pestiziden
  • Verbesserung der ökonomischen Situation der Landwirte, da weniger Geld für chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden muss
  • Schaffung von etwa 55 zusätzlichen Arbeitsplätzen in den nächsten fünf Jahren sowie weiterer Arbeitsplätze für den Bau und Betrieb der geplanten zusätzlichen Kompostierungsanlage
Validierung: TÜV NORD
Zertifikats-Typ: VER
Gesamtvolumen: 600.000 Tonnen CO2-Äquivalente
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Deponiegas

Suzhou, China

Die Deponiegasanlage “Suzhou Qizi Mountain” befindet sich in der Nähe der Stadt Suzhou, in der Jiangsu Provinz in Ost-China.

Die Deponiegas-Anlage nutzt anfallendes Deponiegas, das durch den Verfall von organischem Material entsteht, um Strom zu erzeugen. Projektentwickler ist die „Ever-bright Environment and Energy Suzhou Landfill Gas to Energy Co., Ltd“. Die Deponiegas-Anlage fängt die entweichenden Gase (Methan) der Mülldeponie auf und verbrennt diese in einem Blockheizkraftwerk. Dadurch wird Strom generiert, der dann in das lokale Stromnetz eingespeist wird, um so den stark steigenden Energiebedarf Chinas zu versorgen. Die Anlage trägt dadurch zur Sicherung der Stromversorgung der lokalen Bevölkerung bei. Die Verwendung von Abfallprodukten stellt hierbei eine sinnvolle Alternative zur Verbrennung von Kohle dar, die bislang einen Anteil von mehr als 80% bei der nationalen Energieerzeugung hat.

Nach überprüften Angaben des Anlagenbauers werden bei der Anlage durchschnittlich 23.314 MWh Strom pro Jahr produziert. Dies ist gleichzusetzen mit einer jährlichen CO2-Reduktion in Höhe von 114.383 Tonnen CO2. Das Projekt erfüllt die Kriterien des Gold Standards.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Ressourcenschonung durch Nutzung des Abfallprodukts Deponiegas (CH4) zur Generierung von Strom
  • Verringerung der negativen Auswirkungen auf Luft, Boden und Wasser
  • Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort
  • Förderung umweltorientierter Abfallwirtschaftssysteme, Technologie- und Wissenstransfers in die Region
  • Schaffung von 54 Arbeitsplätzen in Zeitraum der Errichtung
  • Schaffung von 20 Arbeitsplätzen im Zeitraum der Projektbetreibung
Validierung: TÜV Nord CERT GmbH
Zertifikats-Typ: Gold Standard VER, Nr. 397
Gesamtvolumen: 800.681 t CO2-Äquivalente
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Geothermie

Gunung Salak, Indonesien

Das Kraftwerk befindet sich in der Nähe des Stratovulkans Gunung Salak in Jawa Barat (West Java) auf der zu Indonesien gehörenden Insel Java.

Die Projektaktivität erweitert die Kapazität eines Geothermiekraftwerks um 15 MW. Vorhandene Erdwärme erhitzt Wasser. Durch Rohre transportiert wird das heiße Wasser bzw. Dampf durch Turbinen geleitet, um Strom zu erzeugen. Vor dem Projekt waren drei Turbinen mit je 55 MW im Einsatz. Durch technische Modifikationen wurde die Leistung auf nun je 60 MW gesteigert. Die zusätzliche produzierte Menge Strom beträgt jährlich fast 214 GWh, eingespeist wird diese in das regionale Stromnetz (JAMALI grid). Der Dampf zum Antrieb der Turbinen stammt aus den Gunung Salak Geothermie Feldern. Indonesien befindet sich in einem Erdteil, der eine hohe Dichte an Vulkanen aufweist.

Durch diese Lage im „Feuerring“ eignet sich diese Region ideal dafür, in der Erde gespeicherte, nicht-fossile Energie in Form von Wärme für die Stromproduktion zu nutzen. Dennoch ist das Potential indonesischer Geothermie bislang nicht ausreichend genutzt. Effizienzverbesserungen bestehender Anlagen sind sehr kapitalintensiv und werden daher nur selten realisiert. Das Projekt erhöht den aktuell noch relativ geringen Anteil von Geothermie am nationalen Strommix.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Beschäftigung für die lokale Bevölkerung während Konstruktion und Betrieb des Kraftwerks
  • Verbesserung der lokalen Verfügbarkeit von Strom, was Voraussetzung für eine wirtschaftliche lokale Entwicklung ist
  • Unterstützung eines Internats durch Bereitstellung von Büchern und separaten Räume für weibliche Schüler
Validierung: TÜV Nord Cert GmbH
Zertifikats-Typ: Verified Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: 1.125.224 Tonnen CO2-Äquivalente
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Gasaufbereitung

Kaji-Semoga, Indonesien

Das Gasaufbereitungsprojekt befindet sich im Kaji-Semoga Ölfeld in der Region Süd-Sumatra, welche zu Indonesien gehört. Die Hauptstadt Süd-Sumatras, Palembangh, liegt in etwa 80 km östlicher Entfernung.

Der Betreiber PT Medco E&P Indonesia (MEPI) fängt das bei der Erdölförderung austretende Gas auf, statt es, wie bislang üblich, abzufackeln. Es wird anschließend u.a. zu Trockengas sowie Flüssiggas aufbereitet und somit zu einer nutzbaren Energiequelle umgewandelt. Beim konventionell stattfindenden Abfackeln des Gases werden Treibhausgasemissionen, insbesondere von Methan und Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Durch das Projekt werden diese Emissionen vermieden, jährlich entspricht dies einer durchschnittlichen Menge von 86.022 t CO2 -Äquivalenten.

Die lokale Luftqualität wird verbessert und der Region steht darüber hinaus eine sauberere und kostengünstigere Kraftstoffquelle zur Verfügung, die zur Deckung des wachsenden Energiebedarfs der Region beiträgt. Dadurch kann auch die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten verringert werden.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Diversifizierung der Energiequellen und Erhöhung der Energiesicherheit bei sinkender Erdölförderungsmenge im Land
  • Schaffung von Arbeitsplätzen während Aufbau und Betrieb des Projektes für die Bevölkerung in der Region
  • Lokale Interessengruppen profitieren von nachhaltigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen externen Experten und lokalen Projektteilnehmern
  • Das Projekt hat keinerlei negativen Auswirkungen auf die Biodiversität oder ökologisch bzw. kulturell wichtige Orte in der Region
Validierung: SGS United Kingdom Ltd.
Zertifikats-Typ: Verified Carbon Standard (VCS)
Gesamtvolumen: 860.219 t CO2-Äquivalente