29. Mai 2012

Klimaneutrales Kinder-Fußballteam des FC Stadlau belegte beim Cordial Cup den 20. Platz

Unvermeidbare CO2-Emissionen der U11 Mannschaft werden durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen

Wien / Kitzbühel. Der österreichische Fußballverein FC Stadlau hat in Kooperation mit der Klimaschutzberatung ClimatePartner Austria den CO2-Fußabdruck seiner U11 Nachwuchsmannschaft erstellt. Unvermeidbare Emissionen werden durch anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Als erstes österreichisches klimaneutrales Kinder-Fußballteam nahm die U11 des FC Stadlau am internationalen Nachwuchsturnier „Cordial Cup“ vom 25. bis 28. Mai 2012 in Kitzbühel teil und belegte den 20. Platz.

Der österreichische Fußballverein FC Stadlau zählt im Nachwuchsbereich zu den besten Vereinen in Wien und bietet mehr als 300 Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, den Fußballsport auszuüben. In einem Pilotprojekt hat die Klimaschutzberatung ClimatePartner Austria den CO2-Fußabdruck der Nachwuchsmannschaft U11, der unter 11-jährigen Kinder, erstellt. Hierbei werden sämtliche CO2-Emissionen erfasst, welche durch dieses Team innerhalb einer Spielsaison verursacht werden. Den größten Anteil am CO2-Fußabdruck der Saison 2011/2012 machte die Anfahrt der Kinder zu den Trainings, Turnieren und zum Trainingslager aus. Weitere emissionsrelevante Faktoren stellen beispielsweise Getränke, Heizung, Strom, Wasserbrauch und Trainingsanzüge dar. Insgesamt wurden durch die U11 Nachwuchsmannschaft in der Saison 2011/2012 genau 24,6 Tonnen CO2 verursacht.

Der CO2-Fußabdruck bildet die Grundlage für alle Maßnahmen im freiwilligen Klimaschutz. Die Hauptemissionsquellen stellen in der Regel auch die größten Potentiale zur Reduktion von CO2-Emissionen dar. Durch Maßnahmen wie verstärkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, Bildung von Fahrgemeinschaften sowie Energieeffizienzmaßnahmen für den FC Stadlau soll der CO2-Ausstoß der U11 zukünftig deutlich reduziert werden.

CO2-Emissionen, die sich kurzfristig nicht vermeiden lassen, können durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Klimaschutzprojekte sind beispielsweise Anlagen zur Erzeugung von regenerativer Energie (z.B. Windkraft) oder zur CO2-Speicherung (z.B. Aufforstung), die nachweislich effektiv Treibhausgasemissionen reduzieren. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, werden durch Einsparung der gleichen Menge an Emissionen an einem anderen Ort kompensiert. Dieser Ausgleich führt zur sogenannten Klimaneutralität und findet mittels handelbaren Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten statt, die strengen internationalen Kriterien entsprechen. Durch die Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen ist die U11 des FC Stadlau das erste österreichische klimaneutrale Kinder-Fußballteam.

Um dieses Engagement sichtbar nach außen zu tragen, startete die Nachwuchsmannschaft in Trikots mit der Aufschrift „Wir spielen für den Klimaschutz“ beziehungsweise „Wir kämpfen gegen den Klimawandel“ beim diesjährigen Cordial Cup. Das internationale Fußball-Nachwuchsturnier fand vom 25. bis 28. Mai 2012 in den Kitzbühler Alpen statt. Die U11 des FC Stadlau belegte in ihrer Altersklasse den erfolgreichen 20. Platz von 48 internationalen Teilnehmern und konnte somit namhafte Mannschaften hinter sich lassen. Im U11- Finale konnte sich der Nachwuchs von B93 Kopenhagen knapp gegen die altersgleichen Kinder vom FC Bayern München mit 2:1 durchsetzten. Somit blieb dem FC Bayern München im heurigen Jahr ein weiterer wichtiger Titel verwehrt.

„Fußball ist in Österreich nach wie vor die Sportart Nummer 1. Unter dem Leitsatz Verantwortung für Klimaschutz übernehmen – auch in der Freizeit wurde das Pilotprojekt klimaneutrales Kinder-Fußball-Team ins Leben gerufen. Neben einem aktiven Beitrag zu Klimaschutz steht auch die Bewusstseinsbildung für Eltern und Kinder im Vordergrund. Wir hoffen, dass die klimaneutrale U11 des FC Stadlau als Vorbild für andere Vereine gelten wird“ sagt Dr. Klaus Reisinger, Geschäftsführer von ClimatePartner Austria.



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