10. Juni 2014

TUM School of Management knüpft Lehrstuhl-Budgets an Nachhaltigkeitskriterien: Studierende ermitteln CO2-Fußabdruck ihrer Fakultät

Wirtschaftsstudierende der Technischen Universität München (TUM) haben gemeinsam mit dem Unternehmen ClimatePartner den CO2-Fußabdruck ihrer Fakultät ermittelt. Auf dieser Grundlage will die TUM School of Management Ökonomie und Ökologie noch enger verknüpfen. Sie vergibt deshalb künftig Teile der Budgets für ihre Professuren anhand von Nachhaltigkeitskriterien. In Lehre und Forschung sollen Themen wie Klimaschutz und Energie noch stärker zur Geltung kommen. Die Gesamtstrategie koordiniert ein eigens ernannter Nachhaltigkeitsbeauftragter.

Rund 800 Tonnen CO2-Emissionen werden pro Jahr durch den Forschungs- und Lehrbetrieb der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften verursacht. Das haben Studierende der TUM School of Management zusammen mit Mitarbeitern der Klimaschutzberatung ClimatePartner errechnet. Sie werteten dazu unter anderem Statistiken über den Energie- und Ressourcenverbrauch aus und befragten Kommilitonen und Mitarbeiter, mit welchen Verkehrsmitteln sie zur Universität kommen. Der mit 94 Prozent deutlich größte Anteil an den CO2-Emissionen wird durch die An-, Heim- und Dienstfahrten verursacht – allerdings entsteht dabei weniger Kohlendioxid als bei anderen Institutionen.

„Insgesamt fällt der CO2-Fußabdruck der Fakultät vergleichsweise gut aus“, erklärt Tristan A. Foerster, Geschäftsführer von ClimatePartner. „Mit ihrer Lage in der Münchner Innenstadt hat die TUM School of Management einen Standortvorteil. Für die Anfahrt können Studierende und Mitarbeiter die U-Bahn, Bus und Tram-Bahn oder das Fahrrad nutzen. Zudem bezieht die Uni Ökostrom.“

CO2-Fußabdruck wird alle zwei Jahre aktualisiert
Das Projekt war nur ein erster Schritt. Die Fakultät wird künftig Teile der Budgets für ihre Professuren an Nachhaltigkeitskriterien knüpfen, die nun erarbeitet werden. Einfließen könnte, wie stark die Lehrstühle Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit in Forschungsprojekten und Lehrveranstaltungen berücksichtigen. Oder eine Verpflichtung, innerhalb Deutschlands mit der Bahn statt mit dem Flugzeug auf Dienstreise zu gehen.

Verantwortlich für die Entwicklung einer Gesamtstrategie, die auch das Gebäudemanagement oder den Energieverbrauch umfasst, ist der erste Nachhaltigkeitsbeauftragte der Fakultät David Wozabal, Professor für Investment, Finance, and Risk Management in Energy Markets. Er wird alle zwei Jahre den CO2-Fußabdruck aktualisieren lassen, um die Fortschritte messen zu können.

Denkweise der Absolventen prägen
Die TUM School of Management hat in Forschung und Lehre schon seit Jahren einen deutlichen Themenschwerpunkt auf nachhaltiges Wirtschaften gelegt, etwa mit der Gründung des Center for Energy Markets und der Professur für unternehmerische Nachhaltigkeit. Künftig sollen noch mehr Forschungsprojekte, Promotionsthemen und Lehrveranstaltungen, wie etwa die Vorlesung „Economics of Renewable Energies“, an dem Themenkomplex ausgerichtet werden.

„Wir wollen eine nachhaltig orientierte Denkweise bei unseren Absolventen fördern. Als Entscheidungsträger von morgen sollen sie darauf vorbereitet sein, Ökonomie und Ökologie sinnvoll miteinander zu verbinden“, erklärt Prof. David Wozabal. Diese konsequente Ausrichtung sieht die TUM School of Management auch als Qualitätsmerkmal, um hervorragende Wissenschaftler und Studierende zu gewinnen.

Kontakt:
Prof. Dr. David Wozabal
Technische Universität München
Nachhaltigkeitsbeauftragter der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Tel.: +49 89 289 25479
David.Wozabal@tum.de
www.wi.tum.de

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Über die Technische Universität München
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 500 Professorinnen und Professoren, 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 36.000 Studierenden eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, ergänzt um Wirtschafts- und Bildungswissenschaft. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit einem Campus in Singapur sowie Niederlassungen in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel und Carl von Linde geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands.
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