8. November 2017

Waldschutz in der Schweiz: Wie der Klimawandel sich bemerkbar macht – und was Sie dagegen tun können

Hangrutsche, Gletscherrückgang, Überschwemmungen: Der Klimawandel ist in der Schweiz sehr real und greift unser direktes Umfeld an. Auch der heimische Wald ist betroffen. So zum Beispiel hat der Sturm „Vivian“ im Jahr 1990 den Schutzwald über dem Bergdorf Curaglia vollständig zerstört. Die Stiftung Bergwaldprojekt kümmert sich darum, solche Schäden zu beheben und den Wald vor extremen Wetterereignissen zu schützen.

In einer Studie der Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re fasst es David Bresch, Leiter Nachhaltigkeit, so zusammen:
“Wenn die Welt weder den CO2-Ausstoss reduziert noch frühzeitig Schutzvorkehrungen trifft gegen Hangrutschungen, Hochwasser, Ernteausfälle, klimabedingte Migration et cetera, dann könnten Klimaschäden am Ende des Jahrhunderts bis zu 20 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) verschlingen”.

ClimatePartner kooperiert mit dem Bergwaldprojekt in der Schweiz. Mit einer speziellen Projektkombination können unsere Kunden das Bergwaldprojekt unterstützen und sich lokal gegen Schäden in Folge des Klimawandels engagieren. Zusätzlich unterstützen sie ein anerkanntes internationales Klimaschutzprojekt, um CO2-Emissionen zu kompensieren und ihre Produkte klimaneutral anzubieten. Es ist unser Waldschutzprojekt April Salumei in Papua-Neuguinea, wo die lokale, zum grossen Teil indigene Bevölkerung 600.000 Hektar Primärregenwald und mit ihm unzählige Tierarten bewahrt.

Sven Berther, unser Geschäftsführer in der Schweiz, hat das Bergwaldprojekt in Curaglia besucht, mit dem Leiter Martin Kreiliger gesprochen und sich einen Tag lang unter die Freiwilligen in der Projektwoche gemischt. Hier seine Eindrücke.

Dort in Curaglia haben die schweren Stürme Ende 1990 grosse Schäden angerichtet und den gesamten Wald oberhalb des Dorfes vernichtet. Seitdem haben die Helfer im Projekt hier mehr als 80.000 Bäume neu gepflanzt. Die Bilder von damals und heute sind sehr beeindruckend, denn sie zeigen das Ausmass solcher Schäden und auch, was sich mit Unterstützung und dem Engagement von Freiwilligen bewirken lässt.

Curaglia 1985Curaglia 1990Curaglia 2008Die Freiwilligen werden während der Projektwochen nahezu vegetarisch verpflegt, das ist klimafreundlicher. Nur sehr selten gibt es ausnahmsweise Wild, das Jäger in der Region schiessen. Das gemeinsame Essen und die Zubereitung der Suppe ist Tradition und erfahrungsgemäss der gesellige, angenehme Teil der Projektwochen. Die Einsatzdauer der Freiwilligen ist eine Woche, so lohnen sich die Anreise und die fachliche Einarbeitung.

Der Schweizer Bergwald ist in den besiedelten Gebieten kein Urwald. Natur, Tier und Mensch müssen hier im Einklang bleiben. Durch immer mehr Borkenkäfer, grössere und häufigere Schäden durch Stürme und starke Niederschläge in kurzem Zeitraum – als Folgen der Klimaerwärmung – sind Eingriffe notwendig, um dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.

So gesehen bietet unsere Kombination aus Bergwaldprojekt und Klimaschutzprojekt unseren Kunden die Möglichkeit, sich verbeugend gegen den Klimawandel einzusetzen und zugleich die bereits durch den Klimawandel entstandenen Schäden einzudämmen.

„Durch Auswahl unserer Projektkombination übernehmen Kunden auf der gesamten Linie Verantwortung für ihr Handeln – von der Reduktion ihrer Emissionen bei der Beschaffung sowie in betriebsinternen Prozessen bis hin zum Ausgleich der Restemissionen. So erreichen sie ihre Klimaneutralität besonders glaubwürdig!“
Sven Berther, Geschäftsführer ClimatePartner Switzerland

Lesen Sie mehr über unser Bergwaldprojekt in der Schweiz unter www.climate-project.com/1071

Fotos v.o.: Der Schutzwald oberhalb von Curaglia um 1985, direkt nach dem Sturm “Vivian” im Februar 1990, nach Wiederaufforstung im Jahr 2008. © Bergwaldprojekt

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Martin Kreiliger (re), Geschäftsführer des Bergwaldprojekts in der Schweiz, mit Sven Berther bei dessen Besuch in Curaglia