Einfach Verantwortung übernehmen

Der neue CO2-Rechner von ClimatePartner

Berechnungsmethodik

Mit dem ClimatePartner-CO2-Rechner können Sie CO2-Emissionen aus Ihrem Alltag berechnen. Aktuell stehen die Module ,Flüge', ,PKW' und ,Allgemeine Emissionen' zur Verfügung.

Modul Flüge

Das Modul ‚Flüge‘ ermöglicht die Berechnung von CO2-Emissionen von nationalen und internationalen Flugreisen. Sie geben dafür den jeweiligen Start- und Zielflughafen, die gebuchte Beförderungsklasse, die Anzahl der reisenden Personen sowie die Streckenkategorie (einfach oder hin- und zurück) an.

Die Emissionsfaktoren für die Berechnung stammen aus einer anerkannten wissenschaftlichen Datenbank und werden regelmäßig aktualisiert. In die Berechnung fließen die direkten Emissionen der Verbrennung, indirekte Emissionen für die Bereitstellung der Infrastruktur und Herstellung des Transportmittels (etwa anteilige Emissionen durch die Produktion des Flugzeuges) sowie Aufschläge für eventuelle Umwege und Warteschleifen ein. Über die Flugklasse berücksichtigen wir auch den Platzbedarf der reisenden Passagiere und rechnen ihn entsprechend ein.

Neben den direkten Emissionen, die durch die Verbrennung des Kerosins entstehen, fließen auch indirekte Effekte von Flugreisen auf das Klima mit in die Berechnung ein. Indirekte Effekte entstehen durch den Ausstoß von Partikeln in hohen Flughöhen, durch die sich zusätzliche Wolken bilden und die zur globalen Erwärmung beitragen (sog. „Radiative Forcing“ Effekt). Einigkeit besteht darüber, dass dieser Effekt signifikant ist, jedoch lässt sich die Höhe des anzusetzenden Korrekturfaktors (RFI-Faktor) wissenschaftlich nicht eindeutig bestimmen. Daher orientiert sich ClimatePartner an der gängigen Praxis, die den RFI-Faktor je nach Berechnungsmodell zwischen 2 und 5 ansiedelt. ClimatePartner rechnet mit einem RFI-Faktor von 3, der auf die direkten Emissionen der Flugreise angewendet wird.

Modul PKW-Nutzung

Das Modul ‚PKW‘ ermöglicht die Berechnung von CO2-Emissionen, die durch die Nutzung von PKWs entstehen. Die Berechnung erfolgt entweder durch Angabe der Fahrzeugkategorie (z.B. "Mittelklasse") oder durch eine Ergänzung der Daten mit dem individuellen Durchschnittsverbrauch und der Kraftstoffart.

Die Emissionsfaktoren für die Berechnung stammen aus anerkannten wissenschaftlichen Datenbanken. Neben den direkten Emissionen, die durch die Verbrennung von Kraftstoff entstehen, werden auch indirekte (Vorkette oder „Upstream“)-Emissionen, die etwa durch die Herstellung und Distribution von Kraftstoffen entstehen, berücksichtigt. Nicht berücksichtigt bei der Berechnung sind Treibhausgasemissionen, die für die Herstellung des Fahrzeugs anfallen.

Berechnung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor:

Die Verbrennung von einem Liter Kraftstoff verursacht CO2-Emissionen in immer gleicher Höhe  unabhängig davon, in welchem Fahrzeug oder mit welcher Motorentechnologie dieser verbrannt wird. Dies gilt auch für gasbetriebene Fahrzeuge, die zum Beispiel mit Erdgas oder Autogas betrieben werden. Daher ist für eine präzise CO2-Berechnung einzig der reale Verbrauch der Fahrzeuge und die Kraftstoffart maßgeblich. Weitere Faktoren  etwa die EU-Norm der Fahrzeuge oder das Baujahr  sind ebenfalls für die CO2-Berechnung nicht maßgeblich, da CO2-Emissionen  anders als etwa Stickoxide  nicht durch Filteranlagen oder Motorreinigungstechnologie reduziert werden können.

Berechnung von Fahrzeugen mit Elektromotor

Analog zur Berechnung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ist für die Berechnung der CO2-Emissionen von Elektrofahrzeugen der reale Verbrauch (in kWh/100 km) sowie die Art der Stromgewinnung relevant. Sofern Fahrzeuge mit 100 Prozent Ökostrom betrieben werden, fallen für die Nutzung keine direkten CO2-Emissionen an. Es werden lediglich indirekte CO2-Emissionen berücksichtigt, die für die Herstellung der Anlagen und die Bereitstellung des Stroms anfallen (sog. "Vorkette"). Daher fallen auch bei einem mit 100 Prozent Ökostrom betriebenen Elektroauto geringe CO2-Emissionen an.

Bei Fahrzeugen, die nicht zu 100% mit Ökostrom betrieben werden, wird der bundesdeutsche Strommix für die Berechnung angesetzt. Diese wird jährlich neu aktualisiert und liegt derzeit bei knapp 500g CO2/kWh. Zusätzlich werden für die Berechnung auch hier die indirekten CO2-Emissionen der Stromerzeugung ("Vorkette") mit berücksichtigt.

Berechnung von Hybrid-Fahrzeugen

Bei der Berechnung von Hybrid-Fahrzeugen müssen zwei Fälle unterschieden werden:

1) Plug-in Hybridfahrzeuge: Plug-In Hybridfahrzeuge verfügen über einen Elektromotor mit externer Lademöglichkeit und einem Verbrennungsmotor. Für die CO2-Berechnung wird der Verbrauch an Primär-Kraftstoff (zum Beispiel Diesel) herangezogen und der Elektroanteil aufgrund von entsprechenden Durchschnittswerten automatisch mit berücksichtigt. Für die Berechnung muss daher lediglich der Verbrauch des jeweiligen Primärkraftstoffs angegeben werden.

2) Sonstige Hybridfahrzeuge: Hybridfahrzeuge ohne eigene Lademöglichkeit werden über ihren Verbrauch an Primärkraftstoff berücksichtigt. Der Elektromotor dient hier lediglich als Hilfsmotor, dessen Batterie während der Fahrt geladen wird, um beispielsweise kurze Strecken in Städten oder emissionsintensive Phasen (zum Beispiel das Anfahren in der Stadt) durch den Elektromotor zu unterstützen.

Modul Allgemein

Das Modul ermöglicht die Kompensation von Emissionen, die Sie bereits kennen oder an anderer Stelle berechnet haben.