Das erste Fairtrade-Klimaschutzprojekt

Unser Kochofenprojekt in Raichur in Indien

Saubere Kochöfen in Raichur, Indien 

Unser Kochofenprojekt im indischen Raichur erleichtert den Alltag der Menschen in Raichur ganz besonders. Es ist als erstes Klimaschutzprojekt für Deutschland mit dem Fairtrade-Klima-Standard zertifiziert.

Raichur liegt mitten im ländlichen Indien, die meisten Einwohner leben in einfachsten Verhältnissen. Zum Kochen verheizen sie üblicherweise Holz in einfachen Öfen, ein Großteil der Wärme verpufft und der Rauch verpestet die Atemluft auch in den Häusern. Was aus Wohlstandsperspektive schon mühsam klingt, hat noch gravierendere Folgen: Atemwegserkrankungen sind eine ernste Bedrohung, vor allem Kinder und Frauen sind betroffen. Und ebenfalls meist die Frauen und Kinder verbringen jeden Tag viele Stunden damit, das notwendige Holz heimzubringen. 

Deshalb haben Frauen in Raichur die Entwicklung und Verteilung effizienter „Chulika Öfen“ organisiert, die 67,5 Prozent weniger Brennstoff brauchen. Aus dem Faitrade-Klima-Standard erhält die Gemeinde zusätzlich eine Prämie, die sie zur Anpassung an immer extremere Bedingungen durch den Klimawandel einsetzen können.
 

TÜV Rheinland
Verifizierung
Fairtrade Carbon Credits, Gold Standard
Zertifikats-Typ
32.000
Jährliches Volumen (Tonnen CO2)

Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Keine Armut
Die Familien brauchen weniger Geld für Feuerholz, es bleibt mehr zum Leben. Die Gemeinden erhalten die zusätzliche Fairtrade-Prämie.

 

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Da die aufwendige Holzsuche entfällt, haben insbesondere die Frauen mehr Zeit, selbst etwas zu verdienen. Durch das Projekt entstehen Jobs in der Produktion, im Verkauf und in der Wartung der Öfen.
 

Geschlechtergleichheit
Frauen werden entlastet und stärken ihre Rolle in der Gemeinschaft.

Gesundheit
Durch die effizienten Öfen entsteht wesentlich weniger Rauch in den Häusern. Die Atemwegserkrankungen lassen deutlich nach.
 

Leben an Land
Da die Gemeinden weniger Holz benötigen, können sich die Wälder in der Umgebung erholen. 

Maßnahmen zum Klimaschutz
Das Projekt spart 32.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Kochöfen?

In vielen ärmeren Regionen der Welt kochen Familien auf offenem Feuer, oft in geschlossenen Räumen. Dabei ist die Energieeffizienz gering, es gehen große Mengen an Energie ungenutzt verloren. Saubere Kochöfen sind oft einfache Vorrichtungen aus Metall oder Ton, die aber die zugeführte Energie besser nutzen. Die Familien sparen damit Brennstoffe und CO2. Manchmal werden die Öfen auch in Kleinunternehmen eingesetzt.