Klimaschutz mit Zuckerabfällen

Unser Klimaschutzprojekt in Gangakhed in Indien

Biomasse in Gangakhed, Indien 

Eine Zuckerrohrfabrik in Gangakhed erzeugt Strom aus Abfällen der Zuckerproduktion, wie zum Beispiel Bagasse. Weil das so gut funktioniert, kauft die Fabrik zusätzliche Biomasse von umliegenden Bauern ein, etwa Kuhmist. So verdienen die Bauern etwas dazu, und die Fabrik spart auf zwei Wegen CO2-Emissionen ein. Denn die Biomasse würde zum einen verrotten und jede Menge Methan in die Atmosphäre entlassen. Und zum anderen braucht sie für die Produktion keine fossilen Brennstoffe mehr. Überschüssiger Strom wird übrigens ins lokale Netz eingespeist und versorgt weitere Haushalte.

EPIC Sustainability Services Private Ltd
Verifizierung
Verified Carbon Standard (VCS)
Zertifikats-Typ
64.480
Jährliches Volumen (Tonnen CO2)

Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Gesundheit und Wohlergehen
Jedes Jahr können sich 8.000 Menschen kostenlos untersuchen lassen.

Sauberes Wasser
Die Zuckerfabrik beliefert die umliegenden Dörfer mit kostenlosem Trinkwasser und unterhält etwa 100 Brunnen und öffentliche Wasserspender.

Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum
Die Bauern können sich durch den Verkauf von Biomasse etwas dazu verdienen. Oft leben sie unter ärmsten Bedingungen und haben nur eine sehr geringe Bildung – Chancen auf besser bezahlte Arbeit haben sie kaum.

Nachhaltige Städte und Gemeinden
Etwa 10.000 lokale Bauern sind als Zulieferer von Biomasse in das Projekt eingebunden. Sie erhalten technische Unterstützung, Schulungen und eigene Landflächen.

Klimaschutz
Vermeidung von 64.400 Tonnen CO2-Äquivalenten (Methan, CO2.)

Wie funktioniert Klimaschutz mit Biomasse?

Bei Biomasseprojekten wird Energie aus erneuerbarer Biomasse erzeugt: aus Abfällen wie Kokosnussschalen, Sägespänen, Holzabfällen, Resten aus der Zuckerrohrverarbeitung, Bambus oder auch Holz aus nachhaltigem Anbau. Dafür werden keine Wälder abgeholzt oder fossile Brennstoffe verbrannt – es spart somit CO2-Emissionen ein.
Meist kommt als zusätzliche Treibhausgasminderung hinzu, dass die eingesetzte Biomasse nicht unter freiem Himmel verrottet, also kein Methan (CH4) entsteht.