Regenwald als Lebensgrundlage

Unser Klimaschutzprojekt in April Salumei in Papua-Neuguinea

Waldschutz in April Salumei, Papua-Neuguinea

Seit Urzeiten lebten die Menschen im Urwald von April Salumei, Papua-Neuguinea, in Einklang mit der Natur. Solange, bis die Regierung ihr Gebiet zur industriellen Nutzung und Abholzung freigab. Ihre Lebensgrundlage stand vor der Zerstörung.

Die indigenen Bevölkerungsgruppen schlossen sich zusammen und kämpften für ihren Wald. So schützen sie heute ein riesiges Areal unberührten Regenwalds, mitsamt unzähligen Vogelarten, exotischen Tieren und Pflanzen. Damit erhalten sie einen wichtigen CO2-Speicher. 

Das Projekt bringt weitere Vorteile für sie: Heute gehen die Kinder zur Schule, lernen lesen, haben Zukunftsaussichten. In kleinen Betrieben finden die Erwachsenen Arbeit. Wer krank ist, kann sich im nächsten Dorf in einem Gesundheitszentrum behandeln lassen. All das ist neu und nur durch die Finanzierung aus dem Klimaschutzprojekt möglich.

Environmental Services Inc.
Verifizierung
VCS, CCBS Gold Level
Zertifikats-Typ
400.000
Jährliches Volumen (Tonnen CO2)

Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Öffentliche Gesundheitszentren werden gebaut und die medizinische Versorgung verbessert.

Das Projekt fördert Zugang zu Bildung und fördert Alphabetisierung.

Über 1.000 Solarleuchten wurden in Schulen, Krankenhäusern, Kirchen und Haushalten installiert - für viele Menschen hier das erste elektrische Licht.

Menschen vor Ort werden bei der Gründung kleiner Unternehmen unterstützt. So entstehen für sie zusätzliche Einkommensquellen.

Mit dem Areal von 600.000 Hektar Primärregenwald bleibt ein globaler CO2-Speicher erhalten, der sonst durch kommerzielle Abholzung verloren ginge.

Auf nur einem Prozent der globalen Landfläche beheimatet Papua-Neuguinea 5 Prozent der Biodiversität. Diese wird durch das Projekt geschützt.

Wie funktioniert Klimaschutz mit einem Waldschutzprojekt?

Bäume speichern CO2, die Baumarten in tropischen Wäldern sogar besonders viel davon. Unter anderem deshalb ist Regenwald so wichtig für das Klima. Für anerkannte Klimaschutzprojekte gibt es drei Methoden, solche CO2-Speicher zu schaffen oder zu erhalten:

  • Aufforstung und Wiederaufforstung: Neue Waldflächen entstehen, indem Bäume gepflanzt werden. So wird die Speicherkapazität für Kohlendioxid auf dieser Fläche erhöht.
  • Nachhaltige Waldbewirtschaftung: Es wird nur so viel Holz geerntet, wie in einem bestimmten Zeitraum auch wieder nachwachsen kann. So regeneriert der Wald sich selbst, die CO2-Speicherkapazität bleibt erhalten.
  • REDD+ steht für Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation. Diese Methode soll einen finanziellen Anreiz zum Schutz der Wälder als Kohlenstoffspeicher schaffen. Dem gespeicherten Treibhausgas wird ein monetärer Wert zugewiesen, so dass Wäldern in wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen ein höheres finanzielles Gewicht zukommt.

Damit Waldschutz im internationalen Klimaschutz anerkannt wird, ist ausschlaggebend, wie langfristig die CO2-Speicherung gesichert ist. Der Projektentwickler muss sicherstellen, dass die Flächen nicht wieder abgeholzt werden.