Sauberes Trinkwasser in Uganda – die Geschichte von Imat Adonga Keren

4 mars 2019

Unser Klimaschutzprojekt in Uganda spart CO2-Emissionen durch Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. Im Rahmen des Programms „Improved Kitchen Regimes“ werden vorhandene Bohrlöcher saniert und in funktionstüchtige Trinkwasserbrunnen umgebaut. So entfällt das Abkochen des Trinkwassers, dadurch vermeiden die Familien CO2-Emissionen.

Imat Adonga Keren lebt im Norden Ugandas im Otuke District. Sie ist Mutter von neun Kindern und erinnert sich noch gut an die Situation früher: „Wir holten unser Wasser aus einem offenen Brunnen, der ca. 1 km entfernt liegt. In diesem Brunnen wuschen wir auch unsere Kleidung, unsere Kinder nutzten ihn zum Baden und auch Tiere tranken daraus. Dasselbe Wasser nutzten wir zuhause und hatten ständig Durchfall und andere Krankheiten.“

Die Situation am ursprünglichen Brunnen zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Bewohner zu kämpfen hatten. Sie zeigt aber auch die Unwissenheit bezüglich Hygiene. Seitdem das Bohrloch in Barilec im Jahr 2014 repariert wurde, hat die Bevölkerung des Dorfes wieder Zugang zu sicherem Wasser. Das Bohrloch ist tief genug, um Grundwasser zu fördern und zudem abgedeckt, sodass kein Schmutz in das Wasser gelangen kann.

Es wurden noch weitere Hygienevorkehrungen getroffen: Im Umkreis der Brunnen gibt es keine Toiletten. Und um das Wasser vor tierischen Verunreinigungen zu schützen, werden sie umzäunt. Ein entscheidender Faktor, um die Brunnen lange sauber zu halten, sind die jährlichen Informationsveranstaltungen zum Thema Hygiene.

Imat ist sehr zufrieden: „Wir sind überglücklich, diesen Brunnen zu haben. Seitdem haben wir keinen Durchfall mehr. Früher haben wir viel Geld für medizinische Behandlungen ausgegeben, das wir jetzt in die Bildung unserer Kinder und Enkel investieren.“