ClimatePartner tritt der Negative Emissions Platform bei

23 avril 2021

Seit dem 1. April ist ClimatePartner offizielles Mitglied der Negative Emissions Platform (NEP). In ihr haben sich europäische und internationale Akteure zusammengeschlossen, um gemeinsam die Entwicklung von Technologien zur Rückholung von CO2 aus der Atmosphäre voranzutreiben und somit Klimaneutralität zu erreichen. In der Plattform versammeln sich Technologieentwickler, -anbieter und -förderer, Forschungszentren, Hochschulen, Think-Tanks und Vertreter der Zivilgesellschaft. Ihr Ziel ist es, ein Forum zu bieten, in dem verschiedene Organisationen aktiv zusammenarbeiten, um die Technologie in der politischen und öffentlichen Diskussion sichtbarer zu machen.

Alle Szenarien des IPCC-Sonderberichts zum 1,5 °C-Ziel setzen auf die Entfernung großer Mengen CO₂ – bis zu 730 Milliarden Tonnen bis zum Jahr 2100. Der Ausbau der dafür notwendigen Technologien und Verfahren zur Entfernung von atmosphärischem Kohlenstoff ist jedoch in der klimapolitischen Agenda der EU und in den Beschlüssen der Unterzeichner des Pariser Abkommens noch weitgehend unterrepräsentiert.

Dr. Sascha Lafeld, Head of Carbon Offset & Green Energy Services bei ClimatePartner: "Technologien, Praktiken und Lösungen zur Entfernung von CO2, die die globale Klimakrise lösen können, sind bereits vorhanden. Sie sind eine wichtige Ergänzung zu anderen Optionen wie z.B. Aufforstung von Wäldern, wie es auch die Science Based Targets Initiative sieht. Als ClimatePartner wollen wir hier Pionierarbeit bei der Weiterentwicklung dieser technologischen Lösung leisten, damit unsere Kunden zusätzliche Möglichkeiten erhalten, ihre Netto-Null-Ziele zu erreichen."

"Nur wenn wir beide Strategien – Emissionsreduktion und atmosphärische CO2-Entfernung – kombinieren, können wir den Klimawandel erfolgreich bekämpfen. Dies erfordert eine Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen und einen Dialog zwischen Regierungen, politischen Entscheidungsträgern, Regulierungsbehörden, Unternehmen, Forschern, Ingenieuren und der Zivilgesellschaft", so Lafeld weiter.

Lafeld und ClimatePartner werden mit den Mitgliedern der Negative Emissions Platform auf vielen Ebenen zusammenarbeiten. Dazu gehören u.a. die Einbringung von Beiträgen in die politischen Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene und in relevanten internationalen und nationalen Foren, die Interessenvertretung gegenüber der breiten Öffentlichkeit, wichtigen Entscheidungsträgern, die Schaffung einer Plattform für den Wissensaustausch als Quelle für hochwertige und genaue Daten über Technologien für negative Emissionen in der EU und weltweit oder die Förderung der Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen.

Am 27. April veranstaltet die NEP ein Online-Event mit der Europäischen Kommission. Dabei wird der EU-weite Zertifizierungsmechanismus für Carbon Removal im Mittelpunkt stehen, der sowohl naturbasierte als auch technologische Lösungen umfasst.