Klimaschutz: Wir müssen unsere Ziele schneller erreichen

28 août 2021

Was der Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe für den Klimaschutz bedeutet

Eine Einordnung von Moritz Lehmkuhl, Gründer und CEO ClimatePartner

 

Schon heute können wir die Auswirkungen des Klimawandels an Wetter- und Klimaextremen beobachten: immer öfter kommt es zu Dürren, Hitzewellen und Starkniederschlägen bis hin zu Sturzfluten. Der jüngste Bericht der IPCC-Arbeitsgruppe kommt zu dem Schluss, dass sich die Erderwärmung nur dann auf 1,5°C oder sogar 2°C begrenzen lässt, wenn die Treibhausgasemissionen sofort, rasch und in großem Umfang verringert werden. Wir müssen also jetzt handeln, um noch schlimmere Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.

Die gute Nachricht ist: Wir können es noch schaffen. Wir können bereits heute die Emissionen von Produkten und Unternehmen zuverlässig berechnen, um daraus wirksame Reduzierungsmaßnahmen abzuleiten. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen helfen wir Unternehmen, CO2-Emissionen zu senken und unvermeidbare Restemissionen auszugleichen. Das alles muss nun aber noch schneller und in größerem Umfang als bisher geschehen.

Das Tempo beschleunigen

In unserer Zusammenarbeit mit bislang über 4.000 Unternehmen haben wir Verfahren zum Umgang mit CO2-Emissionen entwickelt, die sich an internationalen Standards orientieren. Dazu gehört auch, wie wir CO2-Emissionen im Rahmen des Carbon-Footprinting berechnen und bewerten, Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung sichtbar machen und transparente, messbare Kompensationsmaßnahmen durchführen. So gewährleisten wir einen zuverlässigen Prozess, auf den sich unsere Kunden verlassen können.

Wir überprüfen unsere Methoden regelmäßig, passen sie an die Entwicklungen in der Wissenschaft, bei Normen und in den Märkten an und tragen mit unserem Fachwissen auch zu ihrer Weiterentwicklung in verschiedenen Initiativen und Organisationen bei.

Die Forderungen des jüngsten IPCC-Berichts nehmen wir zum Anlass, unsere Methoden und Gewichtung der Emissionsfaktoren anzupassen, damit wir weiterhin das 1,5°-Ziel verfolgen können. Wir werden daher die Faktoren der CO2-Äquivalente zu verschiedenen Gasen, die wir bei der Erstellung eines CO2-Fußabdrucks ansetzen, auf die neuesten Erkenntnisse des IPCC-Berichts ausrichten. Wir müssen strenger gewichten, da wir weniger Zeit haben als ursprünglich gedacht. Unser Zeitrahmen ist nicht mehr das Jahr 2050, sondern 2030.

CO2-Ausgleich – ein wichtiger Aspekt beim Emissionsmanagement

Unsere Empfehlung ist: Unternehmen sollten ihre unvermeidbaren Emissionen von Anfang an ausgleichen und dabei bereits klare Reduktionspfade festlegen, um ihre Gesamtemissionen zu senken. Der Bericht nennt hierfür auch die Bedeutung von Carbon Removal-Technologien bei Klimaschutzprojekten. Neben Technologien zur Verringerung (Carbon Reduction) und Vermeidung (Carbon Avoidance) von Emissionen brauchen wir auch solche, die bestehende CO2-Emissionen aus der Atmosphäre zurück holen (Carbon Removal).

Wichtig und notwendig sind alle drei: Unter die Kategorie Carbon Avoidance fällt beispielsweise der Schutz bestehender Wälder, während die Carbon Reduction-Projekte die Verbreitung effizienter Kochherde, die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser oder die Förderung erneuerbarer Energien umfasst. Carbon Removal-Projekte schließlich werden typischerweise mit Aufforstungen, Mangroven-Pflanzungen oder durch die Gewinnung von Pflanzenkohle umgesetzt.

Der IPCC-Bericht zeigt auch auf, was dies für die Net Zero- oder Klimaschutzstrategien von Unternehmen bedeutet. Während zur Erreichung eines Net Zero-Ziels und zum Ausgleich unvermeidbarer Emissionen gemäß der Science Based Targets ausschließlich Removal-Technologien genannt werden, lässt der Ansatz der Klimaneutralität einen breiteren Korridor zu, der alle drei genannten Technologien beinhaltet.

Dieser Dreiklang an Klimaschutzwirkung, also die Reduzierung, Vermeidung und Rückholung von CO2, wird in Klimaschutzprojekten umgesetzt, die wir zusammen mit unseren Kunden entwickeln und unterstützen.

Jetzt aktiv werden!

Wir alle müssen den Klimaschutz noch weiter, schneller und ehrgeiziger vorantreiben. Dazu wollen wir bei ClimatePartner das unsere tun und geben unser Wissen und unsere Erfahrung gerne weiter. Damit Unternehmen verstehen, wie auch sie aktiv werden können, informieren wir in unseren regelmäßigen Terminen der Climate Action Academy, in deren Rahmen wir Themen wie grüne Energie, SBTs & Net Zero sowie COP26 & Reduktionsstrategien behandeln. Schauen Sie vorbei und melden Sie sich an!