ClimatePartner zu “Joint Statement on Voluntary Carbon Market: The Claims Side”

20. Dezember 2023

Im Rahmen der COP28 haben sieben EU-Länder (Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien, Finnland, Belgien und Österreich) gemeinsame Empfehlungen zur Verbesserung der Integrität des freiwilligen Kohlenstoffmarktes (Voluntary Carbon Market, VCM) veröffentlicht. Diese Leitlinien zielen darauf ab, vollständige Transparenz, hochwertige CO2-Zertifikate und glaubwürdige Aussagen zu gewährleisten und sollen Unternehmen einen Rahmen liefern, strategische Entscheidungen für ihr Klimaschutzengagement im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu treffen. 

Auch wir bei ClimatePartner unterstützen diese Erklärung ausdrücklich und sind davon überzeugt, dass das freiwillige Klimaschutzengagement von Unternehmen und der VCM unabdingbar sind, um die so notwendige Geschwindigkeit im Klimaschutz zu erreichen. Um dem globalen 1,5-Grad-Ziel nahezukommen, benötigt es ambitionierte Zielsetzungen und Maßnahmen für eine nachweisbare sowie kontinuierliche Reduktion von CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Unternehmen sowie darüber hinaus.

Als treibender Akteur im Markt haben wir uns dazu verpflichtet, ebendiese Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer ganzheitlichen Klimaschutzstrategien bestmöglich zu unterstützen - mit unserer Expertise und den notwendigen Werkzeugen. Dabei vertreten wir weiterhin die klare Überzeugung, dass Net Zero Realität werden kann. Dieses Ziel zu erreichen, treibt uns jeden Tag an. 

Bereits im April haben wir uns einer neuen Lösungsstrategie verpflichtet, um dem Anspruch nach mehr Transparenz und höheren Anforderungen nach ganzheitlichem Klimaschutz nachkommen zu können. Heute arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern kontinuierlich an neuen, zukunftsfähigen Lösungen, um den Markt rund um den freiwilligen Klimaschutz aktiv mitzugestalten. Dafür fordern wir klare Richtlinien und adäquate Regularien, um den Unternehmen morgen die notwendige Sicherheit für ihr Engagement zu bieten. Und auch wir wollen jeden Tag noch besser werden und entwickeln uns stetig weiter. Dafür haben wir einen Ansatz gefunden, der sich auch heute schon an den Empfehlungen in dem Papier orientiert:

 

„Berechnen und veröffentlichen Sie alle direkten und indirekten Emissionen, setzen Sie sich ein Klimaziel im Einklang mit dem Pariser Abkommen und erstellen Sie einen Fahrplan zur Reduzierung der Emissionen.”

Mit einem Lösungsansatz aus Software und Beratung unterstützt ClimatePartner Unternehmen dabei, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und diesen fest in ihrer Strategie zu verankern. Der Ausgangspunkt für eine ganzheitliche Klimaschutzstrategie ist dabei immer die Berechnung des CO2-Fußabdrucks und dieser somit auch die Basis für das Setzen von Emissionsreduktionszielen im Einklang mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) sowie die nachweisliche Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen in der eigenen Wertschöpfungskette. Bereits heute ist die vollständige Erfassung der Emissionsquellen nach Scope 1 und 2 sowie von Teilen der Scope 3-Emissionen für „ClimatePartner-zertifiziert“ ein verpflichtender Baustein. Zudem empfehlen wir den Unternehmen, Scope 3 bereits jetzt möglichst umfassend zu betrachten. Langfristig verfolgen wir das Ziel, dass die vollständige Bestimmung dieser indirekten Emissionen künftig ebenfalls obligatorisch für das Label sein wird. 

 

„Priorisieren Sie Emissionsreduzierungen in der eigenen Organisation und entlang der gesamten Wertschöpfungskette, bevor Sie den Einsatz von CO2-Zertifikaten in Betracht ziehen. Stellen Sie sicher, dass dieser Ihre Reduktionsmaßnahmen ergänzt und nicht ersetzt oder verzögert.”

Unser neues Label „ClimatePartner-zertifiziert“ setzt die Umsetzung von Emissionsreduktionen verpflichtend voraus. Erst wenn diese nachweislich getätigt sind und sich ein Unternehmen darüber hinaus auch langfristige Reduktionsziele gesetzt hat, unterstützen wir für die noch nicht-reduzierbaren Emissionen zusätzlich bei der Finanzierung von Klimaschutzprojekten. Dabei sind wir überzeugt, dass wir beides sofort und gleichzeitig benötigen, um die notwendige Geschwindigkeit im Klimaschutz zu erreichen: interne Reduktionen in größtmöglichem Umfang und Unterstützung von Klimaschutzprojekten außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette zur Beschleunigung der globalen Klimaschutzanstrengungen und als Beitrag zum Schließen der aktuellen Ambitionslücke zum Erreichen des Pariser Klimaziels.

 

„Kommunizieren Sie klare Botschaften zur Verwendung von CO2-Zertifikaten und geben Sie gleichzeitig ausreichende Details an, um eine Irreführung der Verbraucher:innen zu vermeiden.” 

Mit unserem neuen Label “ClimatePartner-zertifiziert” verabschieden wir uns auch von dem bisherigen Label “klimaneutral”. Was bleibt ist, dass wir über das Label auch für Verbraucher:innen größtmögliche Transparenz schaffen wollen. Über ein integriertes ID-Tracking kann eine individuelle Climate-ID-Website abgerufen werden, über die Nutzer:innen unter anderem mehr zur Höhe des CO2-Fußabdrucks eines Unternehmens oder Produkts erfahren und wie dieser bemessen wurde. Sie können sehen, welche Emissionsreduktionen bereits erfolgt sind und welche Klimaschutzziele ganz konkret verfolgt werden. Auch zu den finanzierten Klimaschutzprojekten lässt sich mehr erfahren.

 

„Geben Sie an, ob CO2-Zertifikate zur Erreichung eigener Klimaziele verwendet werden (Kompensationsanspruch) oder zur Erreichung der Klimaziele im Gastland beitragen (Beitragsanspruch).”

ClimatePartner verfolgt aktuell neue Ansätze, die künftig Anwendung finden sollen: Über den sogenannten Contribution-Claim-Ansatz sollen Unternehmen in Zukunft auch weitere Möglichkeiten haben, in Klimaschutz zu investieren, über den Zusammenhang mit den berechneten Emmissionen ihres CO2-Fußabdrucks hinaus. Mehr dazu erfahren Sie hier. Hierbei setzen wir uns aktiv für die Formulierung einheitlicher Qualitätsstandards und Definitionen ein, damit diese neuen Ansätze reguliert und wirksam umgesetzt werden können. Dies hilft zudem dabei, dass Unternehmen in einem sicheren Rahmen agieren können und Verbraucher:innnen Orientierung erhalten.

 

„Kaufen Sie CO2-Zertifikate von hoher Qualität, die eine echte, zusätzliche und dauerhafte Schadensminderung darstellen.”

ClimatePartner ist Mitglied der International Carbon Reduction & Offset Accreditation (ICROA), einem freiwilligen Zusammenschluss von Experten und Unternehmen, die sich verpflichten, nur Projekte mit vertrauenswürdigen Standards aufzunehmen. Dementsprechend nimmt ClimatePartner nur Projekte in sein Portfolio auf, die nach international anerkannten Standards wie dem VCS oder Gold Standard registriert sind. Um als Klimaschutzprojekt unter einem der anerkannten Standards registriert zu werden, muss jedes Projekt die vier Hauptkriterien erfüllen. Diese sind: der Aspekt der Zusätzlichkeit, der Ausschluss von Doppelzählungen, Dauerhaftigkeit und regelmäßige, unabhängige Überprüfungen.

Darüber hinaus sieht es ClimatePartner aber auch als seine Aufgabe, dabei mitzuwirken den Markt rund um die Klimaschutzprojekte zu verbessern und aktiv mitzugestalten. So haben wir einen zusätzlichen Due Diligence-Prozess etabliert, der neben der ökologischen Wirksamkeit der Klimaschutzprojekte auch die sozialen Gegebenheiten vor Ort über den etablierten Prozess der Standards hinaus überprüft, und überarbeiten unser Projektportfolio auf Basis dessen kontinuierlich. 

 

„Achten Sie auf den Impact im Gastland und darauf, wie der Kauf von CO2-Zertifikaten dort zu den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt.”

Da wir Klimaschutz auf ein neues Level heben möchten, entwickeln wir mit unserem Tochterunternehmen ClimatePartner Impact hochqualitative, zertifizierte Klimaschutzprojekte, die über reine Dekarbonisierungsziele hinausgehen und messbaren Mehrwert entlang sozialer und ökologischer Dimensionen für die Bevölkerung und Regionen verfolgen. Die ClimatePartner Impact verfügt über ein umfangreiches Portfolio, mit einem starken Fokus auf naturbasierten Lösungen und Projekte mit sozialer Wirkung, wie Wiederaufforstung, regenerative Landwirtschaft und effiziente Kochöfen. Sie tragen zur regionalen wirtschaftlichen Entwicklung, zur Verbesserung der Gesundheit, zur Erhöhung der Artenvielfalt und zur Wiederherstellung von Ökosystemen bei. Dabei orientieren wir uns an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.  


„Seien Sie transparent und berichten Sie jährlich in einem öffentlich zugänglichen Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung Ihrer Klimaziele und die Verwendung von CO2-Zertifikaten.”

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Kommunikation ihres gesamten Klimaschutzengagements. Kunden, die alle nachweislichen Kriterien entlang unserer definierten ganzheitlichen Climate Action Journey erfüllen, können zudem für ihre Kommunikation auf die Labellösungen von ClimatePartner zurückgreifen. Mehr dazu erfahren Sie hier. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesen Labellösungen wichtige Impulse und Anreize setzen: Wir brauchen das freiwillige Engagement von Unternehmen dringend, um beim Klimaschutz voranzukommen. 

Daneben setzen wir uns für eine Wissensvermittlung ein, damit beispielsweise Unternehmen lernen, wie sie Klimaschutz in ihrer Organisation strategisch sinnvoll verankern können und sie ihr Engagement Verbraucher:innen nachvollziehbar vermitteln können. Dafür haben wir eine eigene Academy ins Leben gerufen, über die sich Interessierte zu verschiedenen Themen rund um den unternehmerischen Klimaschutz und die Kommunikation darüber kostenlos weiterbilden können.  

 

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