Klimaneutral

Was bedeutet das eigentlich?

Klimaneutral Definition

Klimaneutral sind Unternehmen, Prozesse und Produkte, deren CO2-Emissionen berechnet und durch international anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden. Der Ausgleich von CO2-Emissionen ist neben Vermeidung und Reduktion ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. 

Treibhausgase wie CO2 verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, die Treibhausgaskonzentration ist somit überall auf der Erde in etwa gleich. Deshalb ist es für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt unerheblich, an welchem Ort auf der Erde Emissionen verursacht oder vermieden werden. Emissionen, die lokal nicht vermieden werden können, können deshalb durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort ausgeglichen werden. Das kann etwa durch Waldschutz, Aufforstung oder den Ausbau erneuerbarer Energien erfolgen. 

Klimaneutral bedeutet nicht CO2-frei 

Die Begriffe CO2-frei und klimaneutral werden oft miteinander verwechselt, bezeichnen jedoch unterschiedliche Facetten im Klimaschutz. CO2-frei sind Produkte, Dienstleistungen oder Unternehmen bei deren Herstellung, Bereitstellung oder Arbeitsvorgang keine CO2-Emissionen entstehen. Dies muss für die gesamte Lieferkette einschließlich aller Rohstoffe, Logistik und Verpackung gelten. Beispiele für CO2-freie Produkte gibt es tatsächlich (noch) nicht. 

Klimaneutral dagegen kann jedes Unternehmen und jedes Produkt sein: für die Berechnung ihrer Emissionen gibt es gängige Standards und für den Ausgleich der berechneten Emissionen können Unternehmen zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen.

Glaubwürdig klimaneutral

Unternehmen erzielen die größte Glaubwürdigkeit – und den größten positiven Effekt auf unser Klima – wenn sie für ihre klimaneutralen Produkte [mit Link] und ihr Unternehmen neben dem CO2-Ausgleich auch eine transparente CO2-Vermeidungs- und Reduktionsstrategie verfolgen. Ein Beispiel ist der Lebensmitteleinzelhändler ALDI Süd: Er hat seinen CO2-Fußabdruck seit 2012 um 66 Prozent reduziert und ist daneben seit 2017 klimaneutral. CO2-Emissionen immer weiter zu senken, ist eine kontinuierliche Aufgabe im Unternehmen. Basis dafür ist die CO2-Bilanz, davon ausgehend können sie sich langfristige Reduktionsziele setzen und Maßnahmen ableiten. Manche Schritte bringen auch schnell Erfolg: zum Beispiel die Umstellung auf Ökostrom. Jedoch ist in vielen Fällen das Potenzial für CO2-Reduktionen – zumindest kurzfristig – begrenzt. Eine Spedition kann beispielsweise nicht von heute auf morgen ihre gesamte LKW-Flotte austauschen, wohl aber durch Fahrertrainings und eine optimierte Auslastung die CO2-Emissionen je Tonnenkilometer Schritt für Schritt optimieren. Dennoch sollte das Unternehmen heute schon mit dem CO2-Ausgleich beginnen und möglichst sofort klimaneutral werden. 

Transparent klimaneutral 

Wichtig für eine glaubwürdige Klimaneutralität ist ein offizieller Nachweis für Konsumenten. Klimaneutralität muss durch ein anerkanntes Label nachgewiesen werden. ClimatePartner hat daher bereits vor Jahren eine eigene Label- und Nachweissystematik entwickelt, die Unternehmen einfach nutzen können und mit der sie ihre eigene Klimaneutralität transparent kommunizieren können. Für jeden CO2-Ausgleich wird dabei eine ID-Nummer vergeben, über die der CO2-Ausgleich online auffindbar ist und so nachvollzogen werden kann. Dahinter steht die Garantie, dass die entsprechenden CO2-Emissionen auch tatsächlich von ClimatePartner ausgeglichen wurden. Dieser Prozess wird jährlich vom TÜV Austria überprüft.

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