Climate Lunch 2026: Gemeinsam stark im Klimaschutz!

6. Oktober 2026

Von Klaus Reisinger, Gründer und Geschäftsführer ClimatePartner Austria.  

Gute Gespräche liefern neue Ideen oder bestätigen, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind. Der Climate Lunch 2026 in Wien bot beides.
Am 23. September durften wir bei ClimatePartner Austria eine große Zahl von Kundinnen und Kunden begrüßen, die uns seit vielen Jahren begleiten. Menschen und Unternehmen, die Nachhaltigkeit nicht als kurzfristigen Trend, sondern als langfristige Aufgabe verstehen. 

Unser jährlicher Climate Lunch ist deshalb weit mehr als eine Fachveranstaltung. Hier kommen Menschen zusammen, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und konkrete Lösungen für mehr Klimaschutz voranzubringen.
Der Titel der Veranstaltung war bewusst provokant gewählt: Wenn die Politik versagt, sind die Unternehmen gefordert. 

In seiner Eröffnungs-Keynote zeigte Prof. Reinhard Steurer, dass die CO₂-Emissionen in Österreich zuletzt wieder gestiegen sind und politische Maßnahmen bislang nicht ausreichen, um die Klimaziele zu erreichen. Das Klimaproblem beschrieb Steuer mit den Worten Politikversagen, Marktversagen und Gesellschaftsversagen. 

Bild: Prof. Reinhard Steurer

Nachdem Professor Steurer die Herausforderungen und Versäumnisse beim Klimaschutz geschildert hatte, richtete sich der Fokus der Veranstaltung auf die Frage, wie Unternehmen Teil der Lösung werden können. Den Auftakt dazu machte Silvia Voit. 

Silvia Voit stellte nicht nur die ClimatePartner Lösungen vor, sondern holte gleich zwei prominente österreichische Kunden auf die Bühne: Die österreichische Post wurde dabei von Daniel Mühlbach repräsentiert, welcher auf die Erfolge im Bereich der emissionsfreien Zustellung verwies. Heute sind bereits mehr als 6.000 strombetriebene Fahrzeuge für die Post auf Österreichs Straßen unterwegs. 

Bild: Silvia Voit

Bild: Daniel Mühlbach

Auch Roland Maslo hatte eine Erfolgsgeschichte zu erzählen, schließlich lautet das Motto der Raiffeisen Leasing „Wirtschaft muss nachhaltig sein – Nachhaltigkeit muss wirtschaftlich sein“. Er erläuterte, wie dieses Motto im Unternehmen umgesetzt wird, denn die ESG-Abteilung der Raffeisen Leasing betrachtet die CO2-Emissionen auf Asset-Level statt ausschließlich auf Unternehmensebene. 

Bild: Roland Maslo

In der Pause wurde die Zeit genutzt und buchstäblich Flagge gezeigt: Gemeinsam entstand ein Foto für den diesjährigen SDG-Flag Day.

Nach der Pause leitete Klaus Reisinger, der Gründer und Geschäftsführer von ClimatePartner in Österreich, den zweiten Teil der Veranstaltung ein. 

Bild: Klaus Reisinger

In zweiten Teil des Climate Lunch stellte sich Lothar Lockl die Frage: „Ist Klimaschutz (noch) mehrheitsfähig?“ Als Wahlkampfmanager von Alexander Van der Bellen im Präsidentschaftswahlkampf 2016 brachte er dazu eine besondere Perspektive mit. Seine zentrale Botschaft: Menschen entscheiden nicht auf Basis von Klimapfaden. Oft sind es Emotionen, die den Ausschlag geben.

Bild: Lothar Lockl

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden Lösungsmöglichkeiten aus der Klimakrise diskutiert. Gudrun Ghezzo ergriff dabei spontan das Wort. Sie betonte, dass besonders die Hauptverursacher von CO2-Emissionen eingebunden werden müssen, da diese den größten Beitrag zur Dekarbonisierung leisten können. 

Nach dem Lunch lud ClimatePartner in die eigenen Büroräumlichkeiten und ermöglichte den Austausch im Rahmen von World Cafés zu den Themen EmpCo, Supplier Engagement, software-gestützte CO2-Bilanzierung und Klimaschutzprojekte. 

Viele der anwesenden Unternehmen beschäftigen sich bereits seit Jahren intensiv mit Klimaschutz, Dekarbonisierung und nachhaltiger Transformation. Dennoch wurde in den Gesprächen deutlich, dass der Weg noch lange nicht zu Ende ist. Neue regulatorische Anforderungen, steigende Erwartungen von Kundinnen und Kunden sowie technologische Entwicklungen verlangen laufende Anpassungen. Gerade deshalb sind Formate wie der Climate Lunch so wertvoll. Sie schaffen Raum für Diskussionen, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Lernen.

Für uns ist es jedes Jahr eine besondere Freude zu erleben, wie engagiert unsere Kundinnen und Kunden an den großen Zukunftsfragen arbeiten. Viele der Gespräche drehten sich nicht mehr um das „Ob" von Klimaschutzmaßnahmen, sondern um das „Wie": Wie gelingt eine wirksame Transformation? Wie können Emissionen weiter reduziert werden? Und wie lassen sich wirtschaftlicher Erfolg, Innovation und Nachhaltigkeit in Einklang bringen?

Neben allen fachlichen Themen waren es jedoch vor allem die persönlichen Begegnungen, die den Climate Lunch 2026 geprägt haben. Das gemeinsame Mittagessen, spontane Diskussionen zwischen Vorträgen und das Wiedersehen langjähriger Wegbegleiter haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig Vertrauen und persönliche Beziehungen für erfolgreiche Zusammenarbeit sind.

Unser herzlicher Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, unseren Referenten sowie dem gesamten Team, das diese Veranstaltung möglich gemacht hat. 

Fazit

Der Climate Lunch 2026 hat uns einmal mehr gezeigt: Die Herausforderungen sind groß. Doch wenn Unternehmen, Wissenschaft und Praxis miteinander ins Gespräch kommen, entstehen Ideen, Partnerschaften und Lösungen, die weit über einen einzelnen Nachmittag hinauswirken.
Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. Denn die nachhaltigste Veränderung entsteht dort, wo Menschen Wissen teilen und Verantwortung übernehmen.