Emissionshandel: Eine Erfolgsgeschichte trotz vieler Rückschläge

9. April 2026

Von Klaus Reisinger, ClimatePartner Austria

Im Jahr 2024 wurde ich angesprochen, ob ich nicht gemeinsam mit Adela Roszkowsky (KPMG) ein Fachbuch über den Emissionshandel herausgeben möchte. Der Linde-Verlag wollte das Buch verlegen. Etwa 1,5 Jahre später war es so weit: unser Buch ist zu Beginn 2026 im Linde Verlag erschienen. Es hat den schlichten Titel „Emissionshandel“. Es fasst die Geschichte und Wirkungsweise des Emissionshandels zusammen, erläutert zentrale Begriffe wie EU-ETS, CBAM oder CSRD und bietet einen verständlichen Überblick über bestehende Handelssysteme sowie mögliche Entwicklungen. Am Ende dieses Artikels erhalten Sie eine kostenfreie Leseprobe. 

Das Buch ist sowohl ein Nachschlagewerk als auch eine aktuelle Lektüre zum Klimawandel und möglichen Instrumenten, die ihn verhindern sollen. Leser:innen erhalten einen Überblick darüber, wie die vielen parallel existierenden Handelssysteme entstanden sind, wo sie heute stehen und wohin sie sich entwickeln könnten. Übrigens: Alle Gewinne fließen an die Organisation „Scientists4Future“. 

Doch zuerst zur Ausgangslage: CO2 und Temperatur hängen zusammen. Mehr CO2 in der Atmosphäre bedeutet höhere Temperaturen, was theoretisch (und mittlerweile auch empirisch) zweifelsfrei nachgewiesen wurde. CO2 (welches chemisch extrem stabil ist) verweilt durchschnittlich mehr als 200 Jahre in der Atmosphäre und ist daher innerhalb einer menschlichen Lebensdauer praktisch nicht abbaubar. 

Daher gewinnt der Emissionshandel weltweit an Bedeutung. Für den Klimawandel spielt es keine Rolle, wo Treibhausgasemissionen emittiert, reduziert oder gebunden werden. Das erkannten bereits die Teilnehmer:innen der inzwischen legendären Klimaschutzkonferenz in Kyoto 1997, also vor fast 30 Jahren. Wo CO2 entsteht und wo es reduziert wird, ist völlig irrelevant. Es geht lediglich darum, global nicht mehr CO2 auszustoßen, als zur selben Zeit wieder gebunden wird. 

Die bisherigen Entwicklungen – sowohl in der EU als auch global – zeigen eindeutig: Damit der Emissionshandel seine volle Wirkung entfalten kann, braucht es politischen Gestaltungswillen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente.

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