Sustainable Development Goals (SDGs) – Was sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN?

SDGs Definition

Die 17 Nachhaltigkeitsziele oder auch Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) sind Wegweiser für eine globale nachhaltige Entwicklung. Sie umfassen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte und sind Teil der Agenda 2030. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, den Frieden und Wohlstand weltweit nachhaltig zu fördern. Die SDGs richten sich an alle: Regierungen, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft, die Wissenschaft und jeden einzelnen Menschen. Seit 2016 arbeiten deshalb alle Länder daran, die gemeinsame Vision in nationale Entwicklungspläne umzusetzen und unter anderem gegen Armut und für Gleichstellung zu kämpfen. Besonders wichtig ist dabei, die Bedürfnisse der schwächsten Bevölkerungsgruppen und Länder in den Vordergrund zu rücken, denn nur, wenn niemand zurückgelassen wird, können die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 erreicht werden.

Eine Übersicht aller 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs). Quelle: https://17ziele.de/ https://www.un.org/ 

SDG 1: Keine Armut

Armut kann global dauerhaft nur dann überwunden werden, wenn es einen gleichberechtigten Zugang zu menschenwürdiger Arbeit, hochwertiger Bildung und medizinischer Versorgung gibt und die Menschen in Frieden und Sicherheit leben können. 

SDG 2: Kein Hunger

Die Voraussetzung für eine weltweite Ernährungssicherung ist ein grundsätzlicher Wandel unterstützt durch gezielt eingesetzte Förderungen in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung.

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

Eine bessere Geburtspflege, effiziente Technologien für die Verwendung sauberer Brennstoffe beim Kochen, Aufklärung über die Risiken von Alkohol, Zugang zu Gesundheitsversorgung und sanitäre Einrichtungen tragen dazu bei, das Leben von Millionen von Menschen zu retten. 

SDG 4: Hochwertige Bildung

Durch Bildung wird nicht nur die Lebensqualität verbessert, sie hilft den Menschen auch innovative Lösungen zu finden. Nur wenn Bürger Zugang zu Bildungsmöglichkeiten haben, kann sich ein Land weiterentwickeln.

SDG 5: Geschlechtergleichheit

Der gleichberechtigte Zugang aller zu Bildung, Gesundheitsversorgung, menschenwürdiger Arbeit sowie die Teilnahme an wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen fördert eine nachhaltige Gesellschaft und Lebensweise.

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist grundlegend für eine Alltagshygiene. Um gute Trink- und Abwasserversorgung weiter auszubauen, muss die Bewirtschaftung von Süßwasserökosystemen und Abwassereinrichtungen gefördert werden.

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

Bis zum Jahr 2030 sollen weltweit alle Haushalte Zugang zu Strom haben. Gleichzeitig soll die Energieeffizienz gesteigert und der Anteil erneuerbarer Energien verdoppelt werden.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die Basis für ein nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft sind menschenwürdige Arbeitsplätze für die gesamte Weltbevölkerung und Wirtschaftspraktiken, die unsere planetaren Grenzen einhalten.

SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

Eine gute Infrastruktur ist die Grundlage für ein gutes Leben und eine produktive Wirtschaft. Dazu gehören nicht nur Straßen, öffentliche Verkehrsmittel und Schienennetze, sondern auch die Wasser- und Energieversorgung sowie Kommunikations- und Informationstechnologien.

SDG 10: Weniger Ungleichheiten

Um Wirtschaftswachstum nachhaltig zu gestalten und Armut zu reduzieren, müssen politische Maßnahmen die Bedürfnisse benachteiligter und marginalisierter Bevölkerungsgruppen priorisieren.

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte sind Zentren der Wirtschaft und Innovation und eine große Chance für eine nachhaltigere Zukunft. Gleichzeitig verursachen sie etwa 75% der CO2 Emissionen. Zukunftsweisende Stadtplanung, Abfallwirtschaft und Energiekonzepte sind wichtige Punkte für eine nachhaltige Ausrichtung von Städten und Gemeinden.

SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Der Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Lieferkette sichert einen nachhaltigen Umgang mit den endlichen Ressourcen unseres Planeten und macht sie auch für zukünftige Generationen zugänglich.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist das dringendste Thema unserer Zeit und eine globale Herausforderung, die keine Landesgrenzen kennt. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, bis 2050 die CO2 Emissionen weltweit deutlich zu minimieren. Die Staaten und Unternehmen sollen bis dahin klimaneutral werden.

SDG 14: Leben unter Wasser

Die Ozeane sind das größte Ökosystem unseres Planeten. Sie versorgen uns mit Sauerstoff, Nahrung, sind verantwortlich für das Wetter und nehmen etwa ein Viertel aller CO2 Emissionen auf. Unsere Lebensqualität ist eng mit dem Zustand der Meere verbunden. Ein achtsamer Umgang mit ihnen sorgt deshalb für eine nachhaltige Zukunft.

SDG 15: Leben an Land

Gesunde Ökosysteme und die Artenvielfalt sind die Grundlage unseres Lebens: 

Regenwälder wandeln CO2 in Sauerstoff um, Moore sind CO2-Senken, Mangrovenwälder schützen Küsten, Bergwälder schützen Siedlungen, auf gesunden Böden wachsen nährstoffreiche Lebensmittel und Insekten bestäuben Pflanzen, deren Früchte wir essen. Daher sind der Schutz und die Wiederherstellung von Landökosystemen sowie deren nachhaltige Nutzung so wichtig.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Es braucht ein stabiles Rechtssystem, Frieden und körperliche Unversehrtheit, um Gesellschaften zu schaffen, die jeden einbinden. Eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung kann nur dann geschehen, wenn langfristige, sichere Lebensbedingungen, Ernährungssicherung, Bildung, Gesundheitsversorgung und Teilnahme an gesellschaftlichen Entscheidungen für alle gegeben sind.

SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Nachhaltige Entwicklung wird vor allem auch durch regionale, nationale und weltweite Partnerschaften vorangetrieben und muss in finanzielle, technologische, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Sowohl Regierungen als auch der Privatsektor und die Gesellschaft sind hier gefragt. Dafür braucht es eine enge internationale Zusammenarbeit, getragen von gegenseitigem Respekt.

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